Radsporthalle passt nicht mehr zum Sportangebot

Sportfreunde wollen neue Halle bauen

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Die Radsporthalle Elbinger Straße passt nicht mehr zu den aktuellen Anforderungen der Sportfreunde Rodgau. Der Verein plant einen Neubau, entweder an der gleichen Stelle oder woanders. Der Vorstand hat den Auftrag, mit der Stadt über mögliche andere Standorte zu sprechen.

Rodgau - Die Sportfreunde Rodgau wollen eine neue Sporthalle bauen: größer und wohl auch höher als die Radsporthalle an der Elbinger Straße. Auf dem eigenen Gelände stößt dieses Vorhaben an baurechtliche Grenzen. Von Ekkehard Wolf 

Der Vorstand soll nun mit der Stadt über andere Standorte sprechen. „Wir planen eine komplett neue Sporthalle“, bestätigt Vorsitzender Rudi Ott. Der Verein benötige dringend zusätzliche Übungsräume. Die beiden angemieteten Räume in der Blumenstraße 6 seien voll ausgelastet. Trainingszeiten in anderen Hallen seien kaum zu bekommen. Die Radsporthalle stammt aus einer Zeit, als der damalige Radfahrerverein Germania noch Disziplinen wie Kunstradfahren und Radball betrieb. Die Anforderungen haben sich geändert. „Ein großer Saal bringt uns nicht viel weiter“, sagt Ott: „Wir brauchen mehrere Räume, die wir gleichzeitig nutzen können.“

Das Problem begleitet den Verein, seit sich im Jahr 2011 der Freundeskreis (Verein für Turnen und Fastnacht) gründete. Die Trainingszeiten in den städtischen Hallen sind fast ausnahmslos vergeben. Nur selten wird eine Stunde frei. Neue Anbieter müssen deshalb flexibel sein. Zehn verschiedene Trainingsorte stehen auf dem Fitnessplan der Sportfreunde. Die beiden Sporträume im Vereinsheim an der Blumenstraße haben zusammen rund 230 Quadratmeter. Die Radsporthalle verfügt über eine reine Sportfläche von 285 Quadratmetern.

Ein Planentwurf eines Architekten sieht vor, anstelle der bisherigen Radsporthalle ein höheres Gebäude zu errichten. Da die Grundfläche fast ausgereizt sei, könne der Verein nur in die Höhe bauen, erklärt Vorsitzender Rudi Ott. Die laut Bebauungsplan zulässige Gebäudehöhe erfordere jedoch einige Tüftelei und zwinge zu Kompromissen. Auch die Frage der Autostellplätze sei „durchaus ein kritischer Punkt“.

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Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand einstimmig beauftragt, mit der Stadt über Alternativen zum Standort Elbinger Straße zu sprechen. Die Stadt hatte solche Gespräche angeboten. Ein Neubau an anderer Stelle könnte für beide Seiten vorteilhaft sein. Der Verein könnte die Radsporthalle auch während der Bauarbeiten nutzen. Die Stadt hingegen erhielte das städtebaulich wertvolle Grundstück von gut 2 400 Quadratmetern an der Elbinger Straße – „ein Sahnestückchen“, so Ott.

Der Vereinsvorstand soll auch die Finanzierung des Neubaus sicher stellen. Zuschüsse der öffentlichen Hand sind bereits in trockenen Tüchern. Die Stadt hat den Sportfreunden für nächstes Jahr eine Investitionsförderung von 200.000 Euro zugesagt. Land und Kreis haben das Projekt bereits für 2017 in ihre Förderprogramme aufgenommen.

Quelle: op-online.de

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