Sporthalle Nieder-Roden

Sportgeräte zum Sperrmüll

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Hausmeister, Sportlehrer und Mitglieder der Vereine hatten alle Hände voll zu tun.

Nieder-Roden - Brauchen wir den zweiten Turnbock noch? Oder doch lieber einen großen Kasten, der vielseitiger verwendbar ist?

Beim ersten gemeinsamen Aufräumen aller Nutzer der Sporthalle Wiesbadener Straße stand nicht nur das Ausmisten und Saubermachen an, sondern auch das möglichst effiziente Ausnutzen des begrenzten Stauraums. Besonders in den Garagen stehen die Sportgeräte dicht gedrängt aneinander. Deshalb ist eine Reinigung dieser Abstellflächen im Tagesbetrieb nur schwer möglich. Rund 20 Helfer räumten alles aus den Schränken, Kästen und Garagen und am Ende auch wieder ein. Bei der Aktion von Gartenstadtschule, Heinrich-Böll-Schule, Stadt Rodgau, Handballspielgemeinschaft, Turngemeinde und Sportgemeinschaft wurde aber auch geschaut, was nicht mehr zu gebrauchen ist und ersetzt werden muss. So etwa ein altes Volleyballnetz, das nicht mehr auf die neuen Pfosten passt.

„Die Tennisschläger stammen ja noch aus der Zeit von Boris Becker“, war beim Aus- und Aufräumen zu hören. Eindeutig war auch das Ergebnis der Geruchsprobe beim Griff in die Kiste mit liegen gebliebenen Turnbeuteln: Was müffelt, kommt weg. Am Ende lag ein stattlicher Haufen Sperrmüll vor der Sporthalle: verbrauchte Turnmatten mit herausquellendem Innenleben, zwei Trampoline, zwei Turnpferde, ein Turnbock, aber auch Kühlschrank, Staubsauger und diverse Kleinteile.

Eine Erfahrung der Gemeinsamkeit

Erst wenn man alles ausräumt, kann man richtig sauber machen - im Alltag ist das nur selten möglich.

Aus einem Kellerraum schleppten die Helfer zwei hölzerne Schränke, die nicht mehr zu gebrauchen sind. Bereits seit einiger Zeit hat die Stadt diesen Raum als Mattenlager an den 1. Judoclub vermietet. Turmhoch stapeln sich dort die Judomatten, die für Großveranstaltungen wie die Judo-Sommerschule im Sommer benötigt werden. Die Schränke nahmen unnötig Platz weg. Sportlehrer und Vereinsvertreter diskutierten immer wieder über den Nutzwert einzelner Geräte: „Was verwenden wir im Training überhaupt noch? Was braucht ihr im Sportunterricht?“ Solchen Fragen fielen zum Beispiel die beiden Turnpferde zum Opfer - sie sind für Grundschüler schlicht und einfach zu schwer.

Die Initiative zu dieser Sperrmüllaktion ging vom städtischen Gebäudemanagement aus. Pressesprecherin Sabine Fischer lobte die Zusammenarbeit: „Das war eine schöne Erfahrung der Gemeinsamkeit - auch für uns, dass die Nutzer an einem Strang ziehen.“ 

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pep /eh

Quelle: op-online.de

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