Sprengstoff beendet Geschichte des Senders Weiskirchen

Rodgau - Gestern ging im Weiskircher Feld nahe der Fegro eine Ära zu Ende. 80 Jahre Geschichte Mittelwelle endeten mit zwei Explosionen. Dann neigten sich die beiden je 126,5 Meter hohen Sendemasten des Hessischen Rundfunks (hr) langsam zur Seite und krachten der Länge nach aufs Feld.

Der Mittelwellensender Weiskirchen war schon zum 31. Dezember 2009 abgeschaltet worden. Gestern nun durchtrennten pro Mast 600 Gramm Sprengstoff die stählernen Halte-Laschen der Verspannungsseile - und die Türme fielen zu Boden. Sprengmeister Martin Hopfe aus Thüringen gab die Sprengung eine halbe Stunde früher als geplant frei. Er hatte wegen dunkler Wolken befürchtet, ein Gewitter könne niedergehen.

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Sendemasten in Weiskirchen gesprengt

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„Und dann hätten wir nicht loslegen dürfen.“ Der Hessische Rundfunk möchte das Gelände, auf dem auch Gebäude stehen, verkaufen. Käufer findet auf dem knappen Weltmarkt sicher auch der Stahl der Masten. 7,5 Millionen Mark kostete einst die am 16. Oktober 1967 eingeweihte 400 kW-Sendeanlage nahe der Autobahn. Viele Rodgauer nutzten die spektakuläre Gelegenheit gestern zum Familienausflug und zum Foto- und Filmtermin. Einige nahmen Andenken mit.

Quelle: op-online.de

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