Ein Sprungbrett in den Beruf

Rodgau ‐ Sie streichen Wände, schleppen Möbel und schneiden Hecken: Die Jugendlichen im Handwerkerteam von „Rodgau 16 plus“ müssen feste zupacken. Statt nach der Schule ohne Job nur „abzuhängen“, wollen sie ihre Chance nutzen. Von Ekkehard Wolf

„Rodgau 16 plus“ ist mehr als ein Hilfstrupp des städtischen Bauhofs. Das Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt bietet jungen Leuten zwischen 16 und 25 Jahren eine bezahlte Arbeit und Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Für viele Teilnehmer ist „Rodgau 16 plus“ ein Sprungbrett in den Beruf. Der Magistrat berichtet von einer Vermittlungsquote von 60 bis 70 Prozent. Nach aller Erfahrung sind die vermittelten Ausbildungsverhältnisse stabil.

Die Bilanz 2009: Fünf Teilnehmer traten eine Berufsausbildung an, drei eine Schulausbildung und einer nahm ein Arbeitsverhältnis auf. Sieben Jugendliche hatten bei Vertragsende keine Anschlussbeschäftigung.

Seit Anfang dieses Jahres wurden sechs Teilnehmer in Ausbildung und einer in eine Arbeitsstelle vermittelt.

Die Vermittlungsquote sei höher als bei manchen anderen Maßnahmen, betont Sozialdezernent Michael Schüßler. Von Misserfolgen lasse sich die Stadt nicht entmutigen, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Die Stadt stehe in der Verantwortung, sich auch um Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten zu kümmern, damit sie nicht auf Dauer von Hartz IV leben müssen.

Das Jugendprojekt kostet rund 300 000 Euro im Jahr. Die Arbeitsagentur und der Europäische Sozialfonds steuern 225 000 Euro bei, den Rest trägt die Stadt Rodgau.

Quelle: op-online.de

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