Arbeitsgruppe befasst sich mit zusätzlichen Aufgaben der Verwaltung

Stadt denkt über Rathauserweiterung nach

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Welche zusätzlichen Aufgaben kommen auf die Verwaltung bei Erreichen der 50000-Einwohner-Marke zu? Braucht man dann im Rathaus zum Beispiel eine eigene Bauaufsichtsbehörde, die derzeit noch beim Kreishaus in Dietzenbach sitzt – oder auch ein eigenes Sozialamt?

Rodgau - Im Rathaus laufen die Planungen für das Erreichen der 50.000-Einwohner-Marke auf Hochtouren. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Thema. Jetzt wurden Anlieger des Rathauses angeschrieben mit der Frage, ob sie ihr Haus an die Stadt verkaufen würden. Von Bernhard Pelka

Hintergrund: Sofern Rodgau um weitere 3000 Einwohner auf mehr als 50.000 wächst, muss das Rathaus erweitert werden. Klar: Mehr Einwohner bedeuten mehr Aufgaben für die Verwaltung.
Bürgermeister Jürgen Hoffmann bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung den Brief an die Anlieger. Dieser sei „vertraulich“ gewesen, deshalb könne er über das Ergebnis nicht berichten. Der Magistrat lasse den erwarteten Einwohnerzuwachs nicht einfach auf sich zukommen, sondern befasse sich mit dieser Frage intensiv. Schließlich sehe die Bauleitplanung in der Stadt Neubaugebiete für bis zu 15000 Neubürger vor. „Klar, dass wir uns da intern Gedanken machen“, sagte Hoffmann. Alles andere wäre fahrlässig.

Vor der Einweihung des Rathauses 1988 sei für das Rathausgrundstück und dessen Umgebung ein Bebauungsplan aufgestellt worden. Dieser stufe die Grundstücke ums Rathaus herum bis zur Vordergasse als Vorrangflächen für einen Erweiterungsbau ein. Sofern es dort zu einem Verkaufsgeschäft komme, habe die Stadt für alle Gebäude in dieser Vorrangfläche, ein Vorkaufsrecht.

Als nun ein Privathaus in der Nachbarschaft des Rathauses im Internet zum Kauf angeboten wurde, sei die Stadt tätig geworden. „Wir wollten wissen, wie die Grundbesitzer, die zwischen diesem Haus und dem Rathaus liegen, zu dieser Frage stehen – ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben und der Stadtverordnetenversammlung etwas vorweg nehmen zu wollen.“

Schon heute ist das Rathaus für zu klein. Fachbereiche wie Kultur und Gebäudemanagement wurden deshalb ausgelagert. Inklusive Stadtwerke und Kitas gibt es in der Stadtverwaltung etwa 600 Stellen, 180 davon im Rathaus in Jügesheim. (bp)

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Quelle: op-online.de

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