„Wir lassen es wachsen“

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Hohe Gräser und Blumen, wie hier an der „China-Mauer“, sollen künftig häufiger zum Stadtbild gehören.

Rodgau (eh) - Hohe Gräser, blühende Blumen und wuchernde Stauden: Was Bienen und andere Insekten erfreut, ist etlichen Bürgern ein Dorn im Auge. Die Stadt Rodgau will die Pflege ihrer Grünflächen neu ordnen. Dazu gehört, dass der Rasenmäher nicht überall eingesetzt wird.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann nennt die Rodgau-Ringstraße als Beispiel: „Der Streifen um die Leitpfosten wird gemäht, sonst nichts - um die Menschen daran zu gewöhnen, dass wir es in Zukunft wachsen lassen werden.“

Damit macht sich die Stadt nicht nur Freunde. Die Böschung an den Hochhäusern der China-Mauer sei in diesem Jahr weder gemäht noch gemulcht worden, kritisiert Landwirt Günther Keller aus Nieder-Roden: „Ich finde es ein Unding, dass es so aussieht.“ Keller kritisiert die Ungleichbehandlung der Stadtteile. In Dudenhofen werde das Gras an der Mainzer Straße kurz gehalten, „wie rasiert“, „und bei uns steht es mannshoch“.

„Wir sind dabei, die Pflegerhythmen zu harmonisieren“, berichtet Bürgermeister Hoffmann. Um den Juni-Beschluss zur biologischen Vielfalt umzusetzen, werde die Stadt an manchen Stellen gezielt einheimische Blühpflanzen einsäen - auch um den Imkern entgegenzukommen.

Nicht zufrieden ist die Stadtverwaltung mit den Leistungen einer Offenbacher Firma, die öffentliche Grünflächen pflegen und sauber halten soll. Hinweise auf besonders ungepflegte Bereiche nimmt das Rathaus unter gruen@rodgau.de oder unter 693 1178 entgegen.

Quelle: op-online.de

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