Haus statt Sandburg: Städte wollen Spielplätze schließen

Rodgau/Dietzenbach (eh/nl) - In Zeiten knapper Kassen müssen die Kommunen ans Eingemachte gehen. So sollen in Rodgau und Dietzenbach einige Spielplätze geschlossen und die Flächen verkauft werden. Wo Kinder zurzeit noch Sandburgen bauen, sollen Investoren in Zukunft Häuser errichten können.

Die Stadt Rodgau will die Zahl ihrer Spielplätze von 62 auf 50 verringern. Vom Verkauf der Grundstücke erhofft sich die Stadt einen Erlös von 1,9 Millionen Euro. Ein Teil davon soll in die Erneuerung von Spielplätzen fließen. Bei der Erfassung aller Spielplätze im Stadtgebiet hatte sich herausgestellt, dass sechs vorgesehene Spielflächen nie ausgebaut wurden. Sie sollen nun als Bauland verkauft werden.

Auf sechs weiteren Plätzen ist der Spielwert so gering, dass sie ebenfalls aufgegeben werden. Auch künftig findet jedes Kind mindestens einen Spielplatz in der Nähe. Die Entfernung beträgt höchstens 300 Meter. Die Stadtverordnetenversammlung hat im Dezember einen Zwei-Stufen-Plan beschlossen. 17 Spielplätze sollen bis zum Jahr 2015 saniert werden. 22 Anlagen werden erst 2015 bis 2020 verbessert. 15 Spielplätze sind so gut ausgestattet, dass die Stadt keinen Handlungsbedarf sieht.

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Spielplatz zu verkaufen

Noch gibt es in Dietzenbach 32 Spielplätze, deren Unterhalt über 200.000 Euro im Jahr kostet. Im Haushaltskonsolidierungskonzept, das der Kommunalaufsicht vorliegt, ist das Schließen von Spielplätzen als Sparziel festgeschrieben. Zuerst soll es die Anlage am Keltenring in Steinberg treffen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

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