Kühlschränke abschaffen

Stadt poliert Energiebilanz auf

Rodgau (bp) - Der Neubau der Feuerwehrhäuser Mitte und Süd poliert die Energiebilanz der Stadt gründlich auf. Im Vergleich zu den Altbauten sinken die Energiekosten um 50 Prozent.

Wie jeder private Hauseigentümer schaut auch die Stadt auf den Energieverbrauch in ihren Liegenschaften. Und der ist immens. 2010 verbrauchten die Bürgerhäuser, städtischen Sporthallen und das Rathaus 2,9 Millionen Kilowattstunden (kWh) Erdgas und eine Million kWh Strom.

Bei der Stadt kümmert sich der Fachdienst Facility Management unter anderem auch um diese Fragen und sucht nach angemessenen Lösungen. Bei Neubauten ist das relativ einfach, denn hier wird nach aktuellen Erkenntnissen gearbeitet. Bei den fast fertigen Sozialwohnungen in der Ludwigstraße oder dem Anbau an der Kita Freiherr-vom-Stein-Straße wird zum Beispiel auf eine optimale Energiebilanz geachtet.

Aufwendige Sanierungen

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Sparen wird bestraft

Oftmals aufwändiger als Neubauten sind energetische Sanierungen der Altbauten - etwa das Haus der Musik in Nieder-Roden. Dort liefen parallel zur Fassadendämmung, dem Austausch der alten Fenster und der Dachsanierung die Zähler immer langsamer. Der CO2-Ausstoß nahm deutlich ab: von 177 613 Kilowattstunden oder 43 338 Kilogramm im Jahr 2007 auf 84 978 Kilowattstunden oder 20 735 Kilogramm im Jahr 2011.

Diesen positiven Trend will die Stadt fortsetzen. Für das nächste Jahr stehen in einzelnen Liegenschaften Heizungssanierungen, Wärmedämmung und neue Fenster an. Für die gesamte Bauunterhaltung, zu der auch die energetischen Sanierungen gehören, stehen im städtischen Haushalt rund 850 000 Euro zur Verfügung. Die Summe errechnet sich aus 1,2 Prozent des Wiederbeschaffungszeitwertes der Liegenschaften, der mit 70 Millionen Euro festgestellt ist. Große Sprünge sind da für die etwa 90 Häuser und Hallen der Stadt nicht drin. Es heißt also: sparen, wo immer es geht. Und das auch im Kleinen. Im Rathaus verzichten die Mitarbeiter deshalb schon lange auf indirekte Beleuchtung der Flure, tauschen alte Birnen gegen Energiesparlampen aus und drucken nur das, was wirklich nötig ist. Stromfresser wie zum Beispiel alte Kühlschränke in den Teeküchen, werden gegen neue ausgetauscht oder abgeschafft.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Oliver Weber

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