Stadt Rodgau klagt gegen den Fluglärm

Rodgau (bp) ‐ Die Stadt beteiligt sich an der Klage von Heusenstamm, Seligenstadt, Hainburg, Alzenau, Neu-Isenburg und Obertshausen gegen das neue Anflugverfahren Richtung Frankfurter Flughafen.

Das hat der Magistrat beschlossen. Die Stadtverordneten sollen am 28. Februar in ihrer Sitzung zustimmen. Im Haushalt stehen 50 000 Euro für das Vorhaben bereit, 26 000 Euro anteilige Kosten für den Prozess und weitere Tausender zum Beispiel für die Auswertung von Daten der Lärmmessstelle in Weiskirchen neben derKirche der Trinitatisgemeinde. Die Messung dort wird am 23. Februar beendet sein, danach wird ausgewertet. Das dauert bis 11. März.

Ziel der Klage ist es, das neue Anflugverfahren zu stoppen. Bisher haben Jets Rodgau in einer Höhe von etwa 1080 Meter über Gelände nördlich umflogen. Nun schweben sie beim Anflug zum Flughafen Frankfurt direkt über Weiskirchen ein - und dies auch noch 300 Meter niedriger. Das berichtete die städtische Pressestelle gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) nannte gestern ein weiteres Ziel der Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. So gehe es darum, das einst von der Landesregierung zugesagte Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr nun auch tatsächlich durchzusetzen. Das neue Anflugverfahren beeinträchtige die Bürger und die Stadt Rodgau in ihren Rechten. Dies könne nicht hingenommen werden. „Wir werden alle Rechtsmittel in dem Verfahren ausschöpfen.“

Quelle: op-online.de

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