Beitrag zur Artenvielfalt

Stadt pflanzt Obstbäume im Wald

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Wildäpfel - sauer und holzig.

Rodgau - Eine ganz besondere Obstsorte ist bald in heimischen Wäldern zu finden. Die Stadt Rodgau pflanzt 100 Wildapfel-Bäume als Beitrag zur Artenvielfalt. Der Wildapfel ist „Baum des Jahres 2013“.

Die 100 Bäume werden in lockeren Gruppen im Stadtwald Jügesheim und Nieder-Roden gepflanzt. Insekten wie Bienen und Hummeln, die Blütenpollen und Nektar sammeln, erhalten dadurch im Frühjahr ein weiteres Nahrungsangebot. Gleichzeitig soll eine durch den Kulturapfel stark zurückgedrängte Wildform wieder Einzug in das Ökosystem Wald halten. Der Wildapfel (Malus sylvestris) auch als Holzapfel bezeichnet, ist „Baum des Jahres 2013“. Er stammt ursprünglich aus den Wäldern Asiens und ist in Europa und Südostasiens heimisch. Ob er die Stammform oder eine verwilderte Form des Kulturapfels ist, ist nicht eindeutig geklärt.

Typisch für den Wildapfel sind die vielen nektarhaltigen Blüten im April und Mai, die besonders Bienen als Bestäuber magisch anziehen. Im September sind die Früchte reif. Doch im Gegensatz zu den Besitzern von Streuobstwiesen muss die Stadt nicht mit Obstdiebstahl rechnen. Denn die Früchte sind für Menschen nicht gerade attraktiv: Sie sind sehr klein, oft schrumpelig, innen holzig und schmecken sauer bis bitter. Dafür sind sie reich an Vitamin C. Angeblich lässt sich daraus gut Marmelade kochen.

Die Wildapfel-Bäume werden in einer Baumschule des Landesbetriebs Hessenforst nachgezüchtet. Die jungen Bäume werden in den nächsten Wochen von einem Mitarbeiter des Waldbauhofs in Nieder-Roden und Jügesheim gepflanzt. Mit dieser Aktion will die Stadt die Biodiversität fördern. Bei der Unteren Naturschutzbehörde hat sie die Anerkennung als Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme beantragt, um Punkte auf dem Ökokonto zu sammeln.

(eh)

Quelle: op-online.de

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