Stadt spart nicht an Seniorenfahrt

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Der Magistrat hat beschlossen, nicht an der langjährigen Tradition des Ausflugsdampfers zu rütteln.

Rodgau (eh) ‐ Mit dem Ausflugsdampfer „Franconia“ sind Rodgauer Senioren auch weiterhin unterwegs. Der Magistrat hat beschlossen, nicht an der langjährigen Tradition zu rütteln.

Im Konsolidierungskonzept zum Haushaltsplan 2010 hatte der Magistrat die Seniorenfahrten in der bewährten Form noch in Frage gestellt: „Nach nunmehr 27 Jahren und aus Kostengründen soll eine Veränderung angestrebt werden.“ Vergleichsangebote hatten ergeben, dass ein Busausflug in die Rhön rund 4 000 Euro billiger wäre als ein Schiffsausflug. Im Hinblick auf Ausflüge anderer Anbieter wurde sogar über eine Streichung der städtischen Seniorenfahrten nachgedacht.

Inzwischen spricht sich der Magistrat jedoch ausdrücklich gegen eine Änderung aus. „An dieser Stelle will man nicht sparen“, betont die städtische Pressestelle auf Anfrage unserer Zeitung.

Für die Seniorenfahrt stehen in diesem Jahr 17 500 Euro im Haushaltsplan bereit. Drei Viertel davon, rund 12 000 Euro, bestreiten die Teilnehmer aus eigener Tasche. Allerdings ist die Zahl der Mitfahrer in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Letztes Jahr waren nur 448 Personen an Bord, drei Jahre zuvor noch mehr als doppelt so viele (1 027). Seit einigen Jahren werden die Senioren mit 20 Euro zur Kasse gebeten, jüngere Teilnehmer bezahlen für den Ausflug sogar 40 Euro.

Am 19. und 22. Juli starten die Senioren zu ihrem Tagesausflug in Richtung Neckarsteinach, wo die „Franconia“ der Fränkischen Personenschifffahrtsgesellschaft wartet. Diesmal geht die Fahrt nach Heidelberg. Wie in den letzten Jahren haben die Ausflügler beim Landgang wieder Zeit, den Zielort zu erkunden. Anschließend bringt die „Franconia“ die Ausflügler nach Hirschhorn, wo die Busse zur Heimfahrt bereit stehen. Der Kartenvorverkauf hat noch nicht begonnen.

Quelle: op-online.de

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