Stadt will Energie sparen

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Die Rückseite des „Haus der Musik“ wurde schon vor Jahren erneuert.

Nieder-Roden (eh) ‐ Das „Haus der Musik“ bekommt ein neues Gesicht. Nach den Sommerferien will die Stadt die Fassaden zur Ortsdurchfahrt und zur Turmstraße sanieren. Sie erhalten eine Wärmedämmung und neue Fenster.

Auch die Eingangstür, die während der Kerb im letzten Jahr beschädigt wurde, soll endlich erneuert werden. Das Dach und die Rückwand, die zum Pfarrhaus zeigt, sind schon seit einigen Jahren fertig. Um nicht auf einmal viel Geld ausgeben zu müssen, hatte die Stadt zunächst nur die dringendsten Arbeiten erledigt. Für die restliche Sanierung wurde 2007 erstmals ein Betrag in den Haushalt eingestellt. Seither schiebt die Stadt diese Gelder von Jahr zu Jahr vor sich her. „181 000 Euro haben wir aus übertragenen Haushaltsmitteln noch zur Verfügung“, berichtet Stadtrat Michael Schüßler.

Von der Fassadensanierung verspricht sich der Hochbaudezernent eine spürbare Senkung des Energieverbrauchs. Der Zweckbau, eine Bausünde der 60-er Jahre, soll nach der Sanierung einen gefälligeren Anblick bieten.

Dazu müssen sich Maler noch einmal die Rückwand vornehmen, die beige angelegt und mit rosaroten Farbflächen abgesetzt ist. Der rötliche Ton, der sich an die Farbe der Sandsteinelemente von St. Matthias anlehnt, „beißt“ sich optisch mit den braunen Applikationen des Pfarrhauses. Wie es dazu kommen konnte, ist Schüßler ein Rätsel: „Das Pfarrhaus wurde erst später gemacht, als unsere Fassade schon fertig war.“ Der Hochbaudezernent der Stadt Rodgau hat nun ein neues Farbkonzept in Auftrag gegeben, das die Harmonie wieder herstellen soll.

Seit 2002 heißt das ehemalige Rathaus „Haus der Musik“. Bereits damals war über eine Sanierung notwendig. Gerd Oczko und Stephan Mathes gewannen im Jahr 2003 einen Gestaltungswettbewerb des Magistrats. Doch ihr Entwurf wurde nie realisiert: zu teuer. Auch die Neugestaltung des Vorplatzes mit Pflasterbelag, 2005 im Ortsbeirat gutgeheißen, steht nach wie vor auf der Wunschliste: Für Kosmetik, so heißt es im Rathaus, fehle derzeit das Geld.

Hauptmieter im „Haus der Musik“ sind die Freie Musikschule Rodgau und der Musikverein Nieder-Roden. Einen Raum im Obergeschoss belegt die aramäische Gemeinde. Im Erdgeschoss befinden sich das Altarchiv und eine Außenstelle der Stadtverwaltung. Die Anlaufstelle wird am 1. Juli aus Kostengründen geschlossen.

Quelle: op-online.de

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