Staatliche Zuschüsse fördern Stadtentwicklung

Mehr Chancen für Dudenhofen

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Ein Blick aus dem Flugzeug auf einen Teil des Fördergebiets: Seit Jahren bemüht sich die städtische Wirtschaftsförderung um eine Aufwertung des Fachmarktzentrums an der Hegelstraße (rechts oben im Bild). Das ehemalige große Eloxalwerk dient zurzeit als Lagerhalle eines Logistikbetriebs. Das Foto entstand 2016.

Dudenhofen - Der Magistrat will die Stadtentwicklung in Dudenhofen voranbringen. Zuschüsse von Bund und Land eröffnen die Möglichkeit, Veränderungen anzustoßen. Das Förderprogramm „Stadtumbau Hessen“ läuft zehn Jahre lang.

Das Fördergebiet für den Stadtumbau enthält auch Radwege an der Rodgau-Ringstraße und zum Badesee.

Die Auftaktveranstaltung in Rodgau ist am Samstag, 5. Mai. Bis zum 31. Oktober muss die Stadt ein „integriertes Stadtentwicklungskonzept“ beim hessischen Umweltministerium einreichen. Nur auf dieser Grundlage kann man in den nächsten zehn Jahren Zuschüsse beantragen und erhalten. Die Förderung macht knapp zwei Drittel (62,93 Prozent) aus. Erst beim zweiten Anlauf wurde Rodgau ins Programm „Stadtumbau Hessen“ aufgenommen. Der erste Antrag bezog sich noch auf die Innenstadtentwicklung in Jügesheim. Nach deren Scheitern stellte die Stadt einen Antrag für Dudenhofen.

Auch für Radwege sind Zuschüsse möglich. Die Einmündung dieses Wegs in die Hegelstraße gilt als gefährlich.

Es sei nicht möglich gewesen, das komplette Stadtgebiet zum Förderprogramm anzumelden, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann. „Wir haben in jedem Stadtteil unterschiedliche Aufgabenstellungen.“ Handlungsbedarf in Dudenhofen sieht er in der Struktur des Gewerbegebiets Hegelstraße, in Verkehrsverbindungen für Fußgänge und Radfahrer, aber auch in der Gestaltung öffentlicher Flächen wie des „Dalles“ vor dem Bürgerhaus. Mehr Grün in der Stadt und ein besseres Radwegenetz nennt Claus Schlindwein als weitere mögliche Ziele. Er arbeitet für das Unternehmen „NH Projekt Stadt“, das im Auftrag der Stadt tätig ist. Auch für private Vorhaben könnten staatliche Zuschüsse fließen. Als Beispiele nennt er die Modernisierung von Gebäuden, Fassadenbegrünung und den Abbruch alter Nebengebäude. Von den Veränderungen in Dudenhofen solle die ganze Stadt profitieren, sagt Peter Kämmerling, der den Fachdienst Stadtplanung im Rathaus leitet.

Eine Aufwertung der Hegelstraße als Standort des Einzelhandels oder bessere Wege zum Badesee nützten auch den Einwohnern anderer Stadtteile. Auf den Feldern nördlich der Kreisquerverbindung könne man etwas für die Luftqualität tun. Mareike Seebeck betreut das Stadtumbau-Projekt im Rathaus. Gemeinsam mit den Leuten von „NH Projekt Stadt“ will sie ein 25- bis 30-köpfiges Gremium zur Bürgerbeteiligung aufbauen, das das Projekt in den nächsten zehn Jahren begleitet. Neben ausgewählten lokalen Akteuren können sich interessierte Bürger dafür melden. Den Auftakt zum Projekt „Stadtumbau“ bildet eine Informationsveranstaltung am Samstag, 5. Mai, von 12 bis 16 Uhr vor dem Bürgerhaus Dudenhofen. Auf zwei Stadtspaziergängen durch das Fördergebiet (13.15 Uhr) haben Einwohner aus allen Stadtteilen die Gelegenheit, erste Ideen und Wünsche zu äußern. (eh)

Bilder: Brand am Badesee

Quelle: op-online.de

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