Stadtentwicklung im Überblick:

Planen und Bauen an vielen Stellen

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Rodgau wächst an mehreren Stellen. Dieser Stadtplan zeigt eine Auswahl aktueller Bebauungspläne. Die grün markierten Gebiete sind baureif. Für die blauen Flächen sind Bebauungspläne in Arbeit. Für die violetten Baugebiete gibt es noch keinen Aufstellungsbeschluss.

Rodgau -  Die Stadt wächst weiter. Eine stattliche Anzahl an Bebauungsplänen beschäftigt Planer und Politiker. Darum geht es auch am 5. Februar im Stadtparlament. Von Ekkehard Wolf

Drei Themen zeichnen sich für die Sitzung ab: der Abschluss des Hospizplans, die erneute Bürgerbeteiligung in Jügesheim-West und die Diskussion über ein weiteres Gewerbegebiet zwischen Jügesheim und Dudenhofen. Bei der Vielzahl der Bebauungspläne verliert man leicht den Überblick. Für die Leser unserer Zeitung hat die Stadtverwaltung den Stand der Dinge zusammengetragen.

Hainhausen

In Hainhausen-West (Bebauungsplan H 17) ist die Baufreigabe für das gesamte Gebiet erteilt. Fortlaufend gehen Bauanträge ein, die meisten im genehmigungsfreien Verfahren. Wenn das Bauvorhaben den Vorgaben im Bebauungsplan entspricht, kann man nach vier Wochen mit dem Bau beginnen.

Der Plan für die Wohnbebauung Wilhelm-Leuschner-Straße und Rochusstraße (H 19) ist ebenfalls rechtsverbindlich, und zwar seit September.

Jügesheim

Das größte Baugebiet der Stadt (46 Hektar) soll in Rodgau-West zwischen Jügesheim und Hainhausen entstehen. Dafür gibt es aber weder genaue Pläne noch einen Zeitplan. Nach dem städtebaulichen Wettbewerb vom vergangenen Jahr hat die Stadt den Preisträger beauftragt, einen städtebaulichen Rahmenplan zu entwerfen. Wünsche und Ideen der politischen Gremien sollen darin einfließen. Erst wenn dieser Rahmenplan beschlossen ist, kann die Arbeit am Bebauungsplan beginnen. Wahrscheinlich wird das Gebiet in mehreren Abschnitten entwickelt, weil es so groß ist.

Der Bebauungsplan Am Wasserturm (J 52) wird voraussichtlich am 5. Februar als Satzung beschlossen. Er bildet die Grundlage für das geplante Hospiz. Während der Offenlegung wurden keine Einsprüche erhoben, auch die Träger öffentlicher Belange äußerten keine Bedenken. Die Hospizstiftung beantragt zunächst die Rodung der vorhandenen Kiefern und stellt dann den Bauantrag.

Nördlich der Allensteiner Straße (J 50) wird das Wohngebiet Jügesheim-West erweitert. Der Name der einzigen Straße (Marienbader Allee) ist schon beschlossen. Der Bebauungsplan muss erneut offengelegt werden. Für die Stadt ist das eine reine Formsache: Zur Versickerung des Regenwassers musste der Plan geändert werden. Mit dem Satzungsbeschluss ist für Juni zu rechnen.

Auf dem ehemaligen Spielplatz an der Grenzstraße können bald Wohnungen gebaut werden. Der Bebauungsplan J 19.1 wird wohl am 5. Februar als Satzung beschlossen.

Dudenhofen

Für das Wohngebiet Hinter dem Dell (D 24) an der Claus-von-Stauffenberg-Schule hat die Bodenbevorratung begonnen. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) verhandelt im Auftrag der Stadt mit den Eigentümern über den Ankauf der Grundstücke. Danach beginnt das Bebauungsplanverfahren, das etwa zwei Jahre dauern dürfte. Parallel dazu erfolgt die Umlegung der Flächen, um Zeit zu sparen. Die Erschließung dauert voraussichtlich ein Jahr.

Ein neues Gewerbegebiet nördlich der Kreisquerverbindung (D 30) schlägt der Magistrat vor. Es soll ab 2021 die Lücke zwischen dem Gewerbegebiet Jügesheim und dem VGP-Gewerbepark schließen. Dies ist das letzte Gebiet in Rodgau, das im Flächennutzungsplan noch für Gewerbe vorgesehen ist. Der Magistrat will die HLG mit der Entwicklung beauftragen. Das Stadtparlament entscheidet darüber am 5. Februar.

Nieder-Roden

Beim geplanten Wohngebiet N 39 im Südwesten Nieder-Rodens gibt es bisher wenig Konkretes. Noch nicht einmal die Größe steht fest. Die Fläche auf unserer Grafik war Gegenstand der jüngsten Bürgerversammlung zum N 39. Für die Planer hält dieses Gebiet mehrere Herausforderungen bereit: Natur, Entwässerung und die Anbindung ans Straßennetz. Die nassen Wiesen lassen ahnen, wie mühsam das Regenwasser versickert. Über eine Lösung des Problems hat die Stadt mit dem Regierungspräsidium verhandelt. Noch gibt es keine Vereinbarung über den Ankauf der Grundstücke. Die HLG hält das Baugebiet für realisierbar.

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Rodgau

Quelle: op-online.de

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