Mehr Regen als Sonne

Gute Laune unterm Regenschirm

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Gute Stimmung und viele Gespräche prägten den Seniorentag.

Jügesheim (eh) - So bunt wie nie war das Angebot am fünften Seniorentag der Stadt Rodgau. Doch ein Sommerregen drohte die Veranstaltung im Herzen Jügesheims am Sonntag nach drei Stunden vorzeitig zu beenden. Mitarbeiter der Stadt retteten den Nachmittag, so gut es ging.

Während die Aussteller im Freien ihre Zelte abbauen mussten, wurde das Bühnenprogramm kurzerhand in den Saal verlegt.

Wer sich bereits am Vormittag auf den Weg in die Ortsmitte machte, traf auf ein großes Spektrum an Informationen und Unterhaltung. Die Senioren-Bigband „Teddy‘s Rebirth“ musizierte mit ansteckender Fröhlichkeit. Man konnte von Stand zu Stand schlendern oder sich unter den Sonnenschirmen bei Essen und Trinken niederlassen.

Seniorenberaterin Kerstin Heres

33 der 35 angekündigten Aussteller präsentierten sich den Besuchern. Der Imkerverein Maingau hatte vor den Wolken kapituliert – kein Wetter für Bienen. Die Bürgerhilfe Rodgau konnte ihren Stand wegen Krankheit nicht besetzen.

Die Informationen rund um die Gesundheit reichten buchstäblich von A bis Z - nämlich von Apotheke bis Zahnarzt. Hilfsorganisationen, Altenheime und die geriatrische Station der Asklepios-Klinik Seligenstadt stellten sich vor. Beim Roten Kreuz konnten die Besucher abstimmen, welche Kursangebote sie sich wünschen. Diabetiker, Sehbehinderte und der Sozialverband VdK boten einen Einblick in das breite Spektrum der Selbsthilfegruppen und Vereine. Für die Besucher eine ideale Gelegenheit, ohne Hemmungen einfach mal ins Gespräch zu kommen. Zum Mitnehmen gab‘s unter anderem einen Notfallausweis bei der Stadt – und bei der TGS Jügesheim ein Zehn-Punkte-Programm für ein altersgerechtes Fitnesstraining daheim.

Niemand wird nach Bedürftigkeit gefragt.

Eine Schale Suppe konnte man bei der Suppenküche „5 und 2“ probieren. 70 bis 100 Erwachsene und Kinder kommen jeden Mittwoch zum Mittagessen ins katholische Pfarrheim Nieder-Roden. Das Essen ist kostenlos. Niemand wird nach Bedürftigkeit gefragt. Wer möchte, steckt diskret eine Spende ins Sparschwein. Viele Besucher sind allein stehend: Beim gemeinsamen Mittagessen können sie mit anderen Menschen ins Gespräch kommen.

Als Begegnungsstätte dienen auch die elf Rodgauer Seniorenclubs, die sich im Rathaus-Saal erstmals an einem gemeinsamen Stand vorstellten. Ein Stadtplan zeigte auf einen Blick, dass es in jedem Stadtteil mindestens einen selbstverwalteten Seniorentreff gibt. Obwohl jeder dieser Clubs ein Eigenleben führt, präsentierten sie sich gemeinsam neben dem Stand der städtischen Seniorenberaterin Kerstin Heres. Gleich um die Ecke: Sozialstation, Volkshochschule und die städtische Kulturagentur.

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Gute Laune unterm Regenschirm

Der Seniorentag biete „viele Angebote, die das Leben schöner machen“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann zur Begrüßung bei bewölktem Himmel optimistisch - „und das Wetter wird auch noch!“. Hätte er doch nur recht behalten! Nach kurzem Sonnenschein-Intermezzo setzten sich die dunklen Wolken durch.

Wenig später ging das Bühnenprogramm im Sitzungssaal des Rathauses weiter. „Wir haben versucht, die Situation ins Positive zu wenden“, berichtet Seniorenberaterin Heres. Mit Erfolg: Rund 150 Gäste erlebten eine Modenschau für die reiferen Jahrgänge sowie Solo-Comedy von Corinna Kuhn („Die tolle Dolle“) und die „Verbeugung auf Hessisch“ der Hanauer Mundartgruppe „Die Krawallscher“. Unter den Amateur-Models von Hosen-Dreher aus Ober-Roden war auch die Chefin des Unternehmens. Und Seniorchef Willi Dreher eroberte die Herzen der Zuhörerinnen mit einem Medley aus beliebten deutschen Schlagern: „Aber dich gibt‘s nur einmal für mich.“

Quelle: op-online.de

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