Stadtwerke nehmen sich neue Ziele vor

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Dieter Lindauer (links) ist jetzt Chef der 120 Stadtwerkemitarbeiter. Bürgermeister Hoffmann begrüßte ihn erwartungsfroh. Lindauer erhielt einen unbefristeten Vertrag.

Rodgau (bp) - Mit ihrem neuen Chef Dieter Lindauer stehen die Stadtwerke vor einer Neuausrichtung. Sie sollen künftig Geld verdienen, statt ein Zuschussbetrieb zu sein, dessen Minus der städtische Haushalt finanziert.

Diese Leitlinie skizzierte Bürgermeister Jürgen Hoffmann gestern bei der öffentlichen Präsentation des neuen Mannes, der am 1. Juni seinen Posten angetreten hat.

Hoffmann betonte, dass es sich bei den Ideen für die Zukunft der Stadtwerke um „Vorschläge an die Politik“ handele, die letztlich das Parlament absegnen müsse. Dem Verwaltungschef und Dieter Lindauer schwebt zum Beispiel vor, dass mit Energieversorgern (Maingau, EVO, HSE) Netzgesellschaften gegründet werden, um finanziell am Gas- und Stromgeschäft teilzuhaben. Ähnliches sei für den Betrieb einer Biogasanlage, von Windrädern und Photovoltaikanlagen denkbar. Einbezogen sein solle in Einzelprojekte die Bürgerenergiegenossenschaft Rodgau/Rödermark, die sich gerade in Gründung befindet.

Dieter Lindauer ist in der Region kein Unbekannter. Bis Juni 2010 war er Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding, musste aber im Zuge politischer Verwerfungen in der SPD als Bauernopfer gehen. Der 47-Jährige hatte versucht, die Offenbacher Stadtwerke marktwirtschaftlich auszurichten.

In Rodgau wird er mit offenen Armen empfangen und soll auch das Aufgabenprofil des Bauhofs neu ordnen. Zuletzt verdiente Lindauer (er ist verheiratet und hat zwei Kinder) sein Geld bei der Stadt Augsburg als Leiter des Eigenbetriebs für Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und regenerative Energien. Er lebt in Mainz, überlegt aber nach Rodgau zu ziehen.

Quelle: op-online.de

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