Städtebauliche Chance für Ortskerne

Rodgau ‐ Die Stadt wird ihre Feuerwehrhäuser in Hainhausen, Jügesheim und Nieder-Roden nach dem Umzug der Brandschützer in zwei Neubauten abreißen lassen. Von Bernhard Pelka

Das eröffnet die Chance, in diesen drei Ortskernen neue architektonische Akzente zu setzen und damit die Infrastruktur für die Bürger zu verbessern. Die alten Feuerwehrgebäude stammen aus den 50er Jahren und wurden mit Blick auf die anstehenden Neubauten seit Jahren nicht mehr saniert.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann vermied gestern vor der Presse Hinweise ganz bewusst, was in den jeweils gut 1 500 Quadratmeter großen Baulücken entstehen könnte. Die Stadt setze hierbei auf einen breiten Dialog mit Grundbesitzern und Investoren - wobei die drei Standorte ganz unterschiedlich seien.

Nach Abriss Wohnbebauung?

In Hainhausen wünscht sich der Bürgermeister eine Anknüpfung an die fruchtbare Diskussion von vor zwei Jahren, als während einer Bürgerversammlung bei der Turngemeinde mit etwa 80 Gästen ein Impulsprogramm zur Verschönerung für das Ortszentrum rund um die August-Neuhäusel-Straße auf den Weg gebracht worden war. Die Initiative, die vergeblich auf Geld aus dem Landesförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ gehofft hatte, wurde bisher allerdings nicht realisiert. Es blieb beim Versuch.

In Nieder-Roden hingegen könnte sich Hoffmann einen städtebaulichen Architektenwettbewerb vorstellen, der den Feuerwehrparkplatz einbezieht. Erste Stadträtin Hildegard Ripper spekulierte, dort könne nach dem Abriss der Feuerwehr Wohnbebauung entstehen.

Wieder anders ist die Situation in Jügesheim. Dort sucht Rodgaus größter Verein, die TGS, als Nachbar der Feuerwehr und möglicher Fusionspartner von TGM SV einen Platz für den Neubau einer Halle mit Geschäftsstelle und mehr. In Politikerkreisen heißt es, dass diese Halle im Idealfall nicht ausschließlich eine Sportstätte sein solle, sondern zugleich ein Kulturzentrum. Aber das ist Zukunftsmusik...

Quelle: op-online.de

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