Starker Wunsch nach Neubeginn

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Offenbach-Post

Rodgau - (bp) Seit etwa drei Jahren prägen Zank und Streit die Kommunalpolitik. Umso drängender ist bei Wählerinnen und Wählern der Wunsch nach einem Neuanfang. Die Bürgermeisterwahl am 27. September wird dazu als große Chance verstanden.

Doch wie gut wären die Aussichten auf einen Neubeginn und klare Strukturen nach den Wahlen tatsächlich? Was könnten die Kandidaten Anette Schweikart-Paul (CDU), Jürgen Hoffmann (SPD) und Amtsinhaber Alois Schwab (parteilos) bewirken?

Stadtrat Jürgen Hoffmann ist der einzige unter den Amtsanwärtern, hinter dem in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit steht. Das ist die Kooperation aus SPD (14 Stadtverordnete), Grünen (vier), FDP (drei) und Freien Wählern (zwei). Und im Magistrat?

Dort sitzen außer dem parteilosen Amtsinhaber vier Vertreterinnen/er der CDU, zwei Mandatsträger der SPD (Hoffmann inklusive) und zwei FDP-Männer. Hinzu käme bei einer Hoffmann-Wahl ein ehrenamtlicher SPD-Nachrücker für den dann freien Stadtratsplatz von Hoffmann (denn der wäre ja dann Bürgermeister): Mehrheit für Hoffmann.

Anette Schweikart-Paul hat auf jeden Fall die 19 Stadtverordneten der CDU auf ihrer Seite. Wobei auch die Mehrheitskooperation hin und wieder mit der Union stimmt. Im Magistrat hätte Anette Schweikart-Paul die vier Stimmen ihrer CDU-Kollegen - und mit ihrer eigenen Stimme zusammen dann die Mehrheit.

Alois Schwab hat in der Stadtverordnetenversammlung im Streitfall nur die zwei Stimmen der CDU-Absplitterung „Christlich Soziale Gruppe“ (CSG) sicher. Die CSG bestand eigentlich aus drei früheren CDU-Mitgliedern und Schwab-Anhängern. Einer davon hat sich von Schwab aber inzwischen distanziert und ist der FDP beigetreten. Im Magistrat stand der Amtsinhaber zuletzt häufig alleine da. In einer Pressekonferenz sagten seine acht Kollegen, eine Zusammenarbeit sei mit Schwab (früher CDU) nicht möglich. Er hofft auf Überläufer.

Quelle: op-online.de

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