Starkes Team gegen Eis und Schnee

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Die Mannschaft der Stadtwerke Rodgau steht für den Winterdienst bereit. Bis zu 27 Männer sind im Einsatz gegen winterliche Straßenverhältnisse.

Rodgau - Der Winter kann kommen: 27 Arbeiter der Stadtwerke Rodgau stehen „Schaufel bei Fuß“, um Straßen und Wege von Eis und Schnee zu befreien. Auf dem Bauhof im Gewerbegebiet Jügesheim liegen 170 Tonnen Streusalz und 35 Tonnen Splitt bereit.

Der Älteste in der Winterdienst-Mannschaft ist Norbert Kreher, der im Herbst nächsten Jahres in den Ruhestand geht. Für seinen letzten Winter an Bord des Räum- und Streufahrzeugs wünscht er sich „richtig viel Schnee, mindestens einen Meter hoch“.

Wer weiß, ob der Wunsch in Erfüllung geht? Die Stadtwerke sind jedenfalls auf alles vorbereitet. Zum „Sommerpreis“ von 80 Euro pro Tonne hat der Bauhof seine Salzvorräte aufgefüllt, um „insgesamt 70 Tonnen“, wie Abteilungsleiter Norman Keller sagt. So viel Streumaterial wurden im milden Winter 2011/12 verbraucht.

Das Streusalz vom letzten Jahr ist noch zu gebrauchen, nur die oberste Schicht ist leicht verkrustet.

Jetzt sind die beiden Salzsilos mit je 50 Tonnen wieder randvoll. Zwei Hügel aus Salz und Splitt liegen nebenan in der Lagerhalle. Auch mehrere tausend Liter Salzlauge warten auf ihren Einsatz.
Die Restbestände vom vorigen Jahr sind trotz der Luftfeuchtigkeit nicht zu einem unförmigen Haufen zusammengeklumpt. Nur an der Oberfläche hat sich eine bräunliche Kruste gebildet. Der Radlader muss das Salz nur einmal umgraben, dann rieselt es wieder.

In einem harten Winter stößt der größte Streusalzvorrat an seine Grenzen. Jedes Silo voll Salz reicht erfahrungsgemäß für vier bis fünf Tage. Dann muss der Bauhof nachbestellen. In der Hochsaison ist Streusalz teurer; die Tonne kostet dann etwa 110 Euro. Bei Dauerfrost kommen die Hersteller mit den Lieferungen nicht nach. Wie unangenehm das ist, war vor zwei Jahren zu erleben.

150 Kilometer Wege und Straßen wollen bei Eis und Schnee und Eis bestreut und geräumt werden. Ein Tag Winterdienst kostet zwischen 8 000 und 10.000 Euro.

Die Wettervorhersage kommt zweimal täglich per Fax vom Deutschen Wetterdienst. Zusätzlich kann der Bauhof fünf eigene Messstationen abfragen, die sich an kritischen Punkten des Stadtgebiets befinden. Sensoren in der Fahrbahn messen die Temperatur in fünf und 30 Zentimetern Tiefe sowie die Feuchtigkeit. Die Geräte funken ihre Messwerte an den Bauhof. Ein Computerprogramm berechnet daraus den Taupunkt.

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Bei Glätte rücken die ersten Arbeiter um 4 Uhr früh aus. Sie nehmen sich zunächst die Hauptstraßen, Brücken und Unterführungen vor. Ab 5 Uhr sind die Geh- und Radwege an der Reihe. Vorrang haben die Schulwege und die Wege zur S-Bahn. Die Verantwortung der Stadt reicht bis zum Beginn des Bahnsteigs, nur die letzten Meter muss die Bahn selbst räumen.

Vier Fahrzeuge mit Feuchtsalz, sieben Pritschenwagen und vier Kleintraktoren stehen auf dem Jügesheimer Bauhof zum Wintereinsatz bereit. An manchen Stellen sind die Arbeiter auch zu Fuß mit der Schneeschippe unterwegs. „Das ist ein Knochenjob“, weiß Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Auch die Bürger sind gefragt: Sie müssen die Bürgersteige vor den Häusern von 7 bis 20 Uhr schnee- und eisfrei halten.

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eh

Quelle: op-online.de

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