Stichwahl in zwei Wochen

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SPD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann (Mitte) und seine Ehefrau Heike freuten sich über das Wahlergebnis. Hoffmann ist zuversichtlich für den zweiten Wahlgang.

Rodgau (bp/eh/lö) - Bei den Wahlpartys der drei Bürgermeisterkandidaten herrschte gute Stimmung. Selbst bei der CDU, deren Amtsanwärterin Anette Schweikart-Paul scheiterte. Alois Schwab entschied den ersten Wahlgang knapp für sich. Eine absolute Mehrheit kam indes nicht zustande. Hoffmann und Schwab gehen am 11. Oktober in die Stichwahl.

Wie einen Sieger feierte die SPD im Rathausfoyer ihren Kandidaten Jürgen Hoffmann. „Steht auf, wenn ihr Hoffmann wählt!“ und „Jetzt geht‘s los!“ skandierte die Menge. Nach Umarmungen und Glückwünschen aus seiner Anhängerschaft sagte Hoffmann, er habe sein ersten Etappenziel erreicht. „Ich bin im zweiten Wahlgang.“ Jetzt sei alles offen. Im Wahlergebnis wollte er „den Willen zur Veränderung“ sehen. Die CDU werde sich nun entscheiden müssen, wen sie stütze. Ausdrücklich dankte er seinen Mitstreitern aus der Kooperation im Parlament.

Amtsinhaber Alois Schwab (links) und Fred Neuhäusel, Vorsitzender seines Unterstützervereins. „Ich bin dankbar, dass ich den Verein habe“, lobte Schwab.

Amtsinhaber Alois Schwab betonte im Hof von Bauer Grimm, dass „die Materialschlacht von CDU und SPD“ und deren jahrelange Angriffe nichts gebracht hätten. Er sei sicher, bei der Stichwahl zu gewinnen. Schwab sagte, er habe als Kandidat der Bürgerlichen großes Interesse daran, dass die CDU nicht weiter an Bedeutung verliere. Er hoffe, dass nun „die Vernünftigen in der CDU das Schlimmste vermeiden“. Fred Neuhäusel, Vorsitzender von Schwabs Unterstützerverein, sagte, er habe die Stichwahl erwartet.

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Ich habe das Ergebnis fast vorausgesehen. Auch wenn einige in der Partei das nicht gerne hören“, kommentierte Anette Schweikart-Paul ihren dritten Platz. Natürlich sei sie „ein bisschen betrübt“, andererseits habe es in Rodgau bisher niemand geschafft, einen Amtsinhaber vom Bürgermeistersessel zu verdrängen. Sauer aufgestoßen ist Anette Schweikart-Paul die Polemik, mit der der Schwab-Unterstützerverein sie und Jürgen Hoffmann attackiert habe. Und deshalb konnte sich die Parlamentspräsidentin eine spitze Bemerkung nicht verkneifen: „Ich habe mich nie an das Bürgermeisteramt geklammert, wie der Amtsinhaber es getan hätte!“

Quelle: op-online.de

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