Hoffnung auf Bruterfolg im nächsten Jahr

Störche werfen Eier aus dem Nest

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Hier suchen nicht die Weiskircher Störche in freier Wildbahn nach Nahrung. Vielmehr gelang unserem Praktikanten Felix Deister dieser Schnappschuss in Jügesheim auf der Wiese nahe dem Maingau-Energie-Stadion. Dort hatte ein Landwirt gemäht - und die Störche fanden einen reich gedeckten Tisch vor.

Weiskirchen - Rodgau begrüßt in diesem Jahr zwei neue Bewohner: Nein, nicht Guido Kugolowski und Jürgen Klein sind gemeint, sondern die beiden Weißstörche, für die auf dem Gelände des Birkenhofs ein spezielles Nest gebaut wurde.

Im Frühjahr frisch aus Afrika eingetroffen haben es die Hinzugezogenen in ihrem ersten Jahr aber sehr schwer. Das nasskalte Wetter im Mai machte das Brutgeschäft zunichte. Die Familie Kugolowski pflegt schon lange eine gute Beziehung zur hiesigen Ortsgruppe des Naturschutzbundes. Nistgelegenheit für Eulen und Schwalben gehören seit Jahren zum Inventar des Hofs im Rodgauer Norden. Als sich im Herbst für einige Tage ein Storchenpaar blicken ließ, war bei einem Gespräch zwischen Guido Kugolowski und Jürgen Klein die Idee eines Nistplatzes für Freund Adebar schnell geboren.

„Der Idee folgten Taten“, blickt Guido Kugolowski auf die Anfänge des Projekts zurück. Baupläne aus dem Internet heruntergeladen, Material eingekauft, eine Ortsbegehung mit der unteren Naturschutzbehörde, und los ging‘s. In das Betonfundament wurde der acht Meter hohe Stamm eingesetzt. Oben auf die hölzerne Plattform kam ein Geflecht aus Weiden, natürlich eigens vom Birkenhof. „Es war möbliert und bezugsfertig“, scherzt heute Guido Kugolowski über die perfekte Arbeit. Und die eleganten Vögel ließen sich nicht lange bitten. Am 30. März begutachtete ein Storchen-Männchen das Nest, wie sich Clarissa Kugolowski erinnert. 14 Tage später erschien auch die Storchendame.

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Nächstes Jahr soll's mit der Brut im Weiskircher Strochennest klappen. Dann wird es sogar einen zweiten Nistplatz geben.

Der Wohnungsmangel unter den Familien der Weißstörche war offensichtlich sehr groß, denn Ende April buhlte ein weiteres Paar um die Neubauwohnung und warf das Nistmaterial der Vorbesitzer kurzerhand auf den Boden. Letztlich setze sich aber das erste Paar durch.  Leider machten der verregnete Mai und die darauf folgenden kalten Nächte dem Elternglück ein Strich durch die Rechnung. Zum Ende des missratenen Wonnemonats warfen die Störche die Eier deshalb aus dem Nest und verschwanden.  Für Guido Kugolwski kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. „Jetzt warten wir auf das nächste Jahr“, sagt er und überlegt, noch eine zweite Nistgelegenheit aufzubauen.

Quelle: op-online.de

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