Strahlende Herrscher

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Sie freuen sich riesig auf die Kampagne: Prinzessin Katja I. und Thorsten I. zeigen ihre Berufskleidung. Der Prinz päppelt derzeit schon 1 000 Primeln für den Fastnachtszug. Freunde und Bekannte der Schülers möchten beim Umzug einen eigenen Wagen begleiten und die Blumen verteilen. Damit der Prinzenempfang im Gewächshaus der Schülers stattfinden kann, sind Anlieferungstermine für Jungpflanzen nach hinten geschoben worden.

Rodgau ‐ Pressefotografen haben es mit Katja und Thorsten Schüler aus Jügesheim leicht. Denn so sympathisch, wie das Rodgau-Prinzenpaar nunmal ist, so sympathisch kommt es auf Bildern auch herüber. Und das beim ersten Klick der Kamera.  Von Bernhard Pelka

Es mag sein, dass der Spaß an der Freud, den beide seit ihrer närrisch-bunten Vorstellung bei der TGS am 14.11. schon genossen haben, diese von Innen kommende Freundlichkeit noch befördert. Wie auch immer. Im Gespräch mit den närrischen Regenten wird jedenfalls sofort klar: denen ist Fastnacht eine Herzensangelegenheit! Für ihr Amt finden sie nur die besten Worte: „toll, spitze, super!“ Wobei die Prinzessin sich beim kommenden Terminmarathon am meisten auf das Gefühl freut, „wenn im Saal der Funke überspringt und die Freude, die man gibt, auch wieder zurückgegeben wird“.

Aufs Bad in der Menge ist auch ihr Ehemann und Prinz am meisten gespannt. „Der Fastnachtszug wird für mich wohl Höhepunkt der Kampagne werden“, vermutet der Gärtnermeister und Chef einer Baumschule.

Angebot kam auf den Parkplatz

Ohne viel Tam-Tam drumherum war er von TGS-Schatzmeister Lothar Mark im vergangenen September gefragt worden, ob er denn den Prinzen machen wolle. Das geschah an einem Nachmittag auf dem Parkplatz der TGS. Schon abends stieß Thorsten Schüler mit seiner Frau zuhause auf die künftige närrische Regentschaft an.

Katja Schüler hatte ohnehin kein Zögern gekannt. Wer am 11.11. geboren ist, so wie die seit Jahren aktive Fastnachterin, der weiß warum. „Ich war total aus dem Häuschen, als Gabi Ott mich angerufen hat, dass der Rudi (TGS-Sitzungspräsident, die Red.) mal mit uns sprechen müsste“, sprudelt es aus Ihrer Lieblichkeit bei der Erinnerung an diesen aufregenden Augenblick auch heute noch temperamentvoll heraus.

Stillschweigen vor den Kindern

Für die Speditionskauffrau mit Arbeitsplatz in Raunheim und den Gartenexperten begann nach diesen Gesprächen eine Zeit der Geheimnistuerei, die teils groteske Situationen heraufbeschwor. Die Kinder Johannes (12) und Amelie (10) durften nichts wissen. Vielleicht hätten sie aus Versehen ja etwas ausgeplaudert.

Gleichzeitig musste das Prinzenpaar aber früh damit beginnen, Reden einzuüben. Das geschah dann heimlich im Büro der Baumschule im Jügesheimer Feld. Aber auch das blieb nicht ganz unbemerkt. „Ihr schreit euch aber an“, hat der Johannes bei so einer Gelegenheit mal gesagt.

Die festlichen Kleider wurden versteckt, und Besuche bei der TGS waren quasi nur getarnt möglich. Das wirkte. Denn das große Geheimnis blieb tatsächlich bis zum entscheidenden Moment am 14.11. verborgen. „Jetzt freuen sich alle und wir sind super gespannt!“

Quelle: op-online.de

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