Neuer Sand, Schattenspender, Bücherschrank

Strandbad wartet auf Saisonstart

+
Drei Schwimmmeister helfen beim Abbau eines alten Schattenpilzes (von rechts nach links): Filiberto D’Imperio, Markus Galli und Saisonkraft Christoph Reckemeier. Nächste Woche kommt der neue Pilz.

Nieder-Roden - Sonnenanbeter können es kaum erwarten: In zehn Tagen beginnt die Saison im Strandbad Nieder-Roden. Die Eintrittspreise bleiben stabil, das Angebot auch.

Die einzige Neuheit ist ein öffentlicher Bücherschrank, damit es auf der Liegewiese immer genug Lesestoff gibt. Autoparkplätze sind wohl zum letzten Mal staubig und kostenlos. Nächstes Jahr will die Stadt den Parkplatz endlich befestigen lassen.

Vor zwei Wochen gab es noch Eis auf dem See, gestern hatte das Wasser schon zehn Grad. Bis zur Saisoneröffnung am Samstag, 27. April, um 10 Uhr dürfte es noch ein paar Grad wärmer werden.

Bis dahin haben die Schwimmmeister und die Arbeiter des Bauhofs noch alle Hände voll zu tun, um die Anlage auf Vordermann zu bringen. Sie pinseln Schutzfarbe an die Holzfassade des Hauptgebäudes, erneuern die Planken auf zwei Badeinseln und reißen einen maroden Schattenpilz ab. Ein neuer „Pilz“ wird nächste Woche aufgestellt - übrigens eine Eigenkonstruktion der Schreinermeister des Bauhofs. In den Sanitäranlagen wurden die Durchlauferhitzer und einige Toilettenspülungen ausgetauscht.

270.000 Besucher sind notwendig

Vorne Idylle, hinten Tagebau: Mit der Ruhe am Badesee ist es bald vorbei, wenn am 27. April die Badesaison beginnt.

Freie Aushilfsjobs gibt es bei dem Helfertrupp, der das Strandbadgelände täglich nach Feierabend saubermacht. Jugendliche ab 15 Jahren können sich dort 7,50 Euro pro Stunde verdienen.

Nach dem harten Winter hofft die Stadt auf einen heißen Sommer mit vielen Badegästen. 270.000 Besucher sind notwendig, damit die Stadt auf ihre Kosten kommt. Diese Zahl wurde in den letzten 26 Jahren nur drei Mal erreicht. Im vergangenen Jahr kamen nur 137.000 Badegäste; das Strandbad kam damit auf ein Defizit von 100.455,98 Euro.

Durch die Rekultivierung des Ufers am Kiessee soll sich die Fläche des Strandbades im nächsten Jahr um ein gutes Drittel vergrößern. Ob und wann die Badegäste etwas davon haben, steht noch nicht fest. Laut Bürgermeister Jürgen Hoffmann hat die Stadt noch kein fertiges Konzept. Die mehrfach diskutierte Idee einer Wasserskianlage bestehe weiterhin; unklar sei aber, ob sie realisierbar sei.

Die seit Jahren angekündigte Befestigung des Parkplatzes am Badesee soll aber in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. „Wir werden die Mittel 2014 in den Haushaltsplan einstellen“, kündigte der Bürgermeister gestern vor der Presse an. Ebenfalls 2014 will Hoffmann eine barrierefreie Zufahrt zum Wasser schaffen.

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln zum Durchklicken

eh

Quelle: op-online.de

Kommentare