Streit um Rasenmäher & Co. vermeiden

Rodgau (bp) - Jetzt knattern sie wieder! Rasenmäher ärgern so manchen Nachbarn. An Wochenenden im Sommer hört man sie in den Gärten fast überall.

Immer wieder gibt es in der warmen Jahreszeit Meinungsverschiedenheiten zwischen Nachbarn über den zeitlichen Umfang der Berechtigung zum Einsatz motorbetriebener Rasenmäher. Und dies, obwohl es eindeutige Regelungen gibt, wann und bis zu welcher Lautstärke Rasenmäher benutzt werden dürfen.

Aus gegebenen Anlass weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft „Haus & Grund Rodgau und Umgebung“ in einer Pressemitteilung auf die einzuhaltenden Bestimmungen hin.

Demnach regelt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung den zulässigen Einsatz von Motorrasenmähern im Garten. Sie umfasst insgesamt 57 unterschiedliche Geräte und Maschinenarten, von Baumaschinen über Reinigungsfahrzeuge bis hin zu Gartengeräten wie Kettensägen, Laubbläsern oder Rasenmähern. Sie legt fest, welcher Rasenmäherlärm in welchen Arbeitszeiten noch zulässig ist und wann eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.

„In Wohngebieten dürfen Rasenmäher werktags nur zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden“ erläutert Dr. Thomas Kilz, Vorsitzender von „Haus & Grund Rodgau und Umgebung“.

„Nicht erlaubt ist die Benutzung an Sonn- und Feiertagen. Der Betrieb von Laubbläsern, Laubsammlern, Freischneidern und Grastrimmern/Graskantenschneidern ist an Werktagen auch von 7 bis 9 Uhr, von 13 bis 15 Uhr und von 17 bis 20 Uhr verboten. Eine Ausnahme hiervon besteht nur dann, wenn das Gerät das Umweltzeichen nach der Verordnung Nr. 1980/2000 des Europäischen Parlaments trägt“ so Dr. Kilz.

Aus anderen Verordnungen und kommunalen Satzungen können sich Verschärfungen der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung ergeben. Insbesondere kann eine zusätzliche Mittagsruhe mit einhergehendem Verbot des Betriebs von Motorrasenmähern in der Zeit von 13 bis 15 Uhr festgelegt werden. Diese Regeln gelten nicht für handbetriebene Mäher. „Das bedeutet allerdings nicht, dass diese zu jeder Tages- und Nachtzeit betrieben werden dürfen. Vielmehr greifen hier die allgemeinen Vorschriften des Nachbarrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch ein, die die Rücksichtnahme auf den Nachbarn und den Betrieb des Mähers zu allgemeinüblichen Zeiten gebieten“, erläutert Dr. Kilz.

Wer sich vom Rasenmäherlärm eines Nachbarn gestört fühlt, sollte diesen zunächst darauf ansprechen. Grundsätzlich kann man auch die Polizei oder das Ordnungsamt anrufen. Bei unangemessener Lautstärke droht ein Bußgeldverfahren.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Kurt Bouda

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