Streit über Betreuung an Schulen

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Rodgau - Die Pläne des Kreises Offenbach zum Ausbau von Ganztags-Grundschulen stößt in Rodgau auf Widerspruch. Die schwarz-rote Koalition im Kreis will, dass die Schulleiter auch in der Nachmittagsbetreuung das Sagen haben.

Die Städte und Gemeinden sollen jedoch für die Angebote zwischen 15. 30 und 17. 30 Uhr bezahlen. Erster Stadtrat Michael Schüßler kritisiert das vehement.

„Wenn die Schulleitung verantwortlich ist, dann ist das Ganze eine schulische Veranstaltung und muss vom Schulträger finanziert werden“, argumentierte Schüßler am Mittwoch im Sozial- und Kulturausschuss. Zurzeit unterstütze die Stadt Rodgau die Angebote der Schulfördervereine mit rund 800 000 Euro pro Jahr. Der Kreis habe sich aus der Finanzierung zurückgezogen.

Als besonders ärgerlich bezeichnet Schüßler diese Entwicklung, weil die Kommunalaufsicht der Stadt Rodgau vorwirft, ihr Haushaltsdefizit nicht schnell genug abzubauen. Man könne darüber streiten, ob Zuschüsse an Fördervereine eine freiwillige Leistung seien. Rodgau wolle diese Zuschüsse aber nicht streichen: „Die Kinder und ihre Eltern wären die Verlierer.“ Im Interesse der Kinder plane die Stadt auch einen Anbau für die Betreuung der Wilhelm-Busch-Schule - eigentlich eine Aufgabe des Kreises. Der Kreistag entscheidet nächsten Mittwoch über das Ganztagsschulkonzept. Die Fördervereine, die die Betreuung aufgebaut haben, sollen künftig nur noch für die Küche zuständig sein.

Schulanfänger 2013 in Rodgau

Schulanfänger 2013 in Rodgau

eh

Quelle: op-online.de

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