Streusalz-Silos sind randvoll

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Leise rieselt das Salz - und bald auch der Schnee. Vorarbeiter Peter Böschow und seine Männer sind für den Winter präpariert.

Rodgau (bp) - Die Männer vom städtischen Winterdienst laufen sich schon mal für Sonderschichten warm. Um Engpässe zu vermeiden, bunkern die Gemeinden Streusalz. 190 Tonnen hat sich der Bauhof gesichert - 40 Tonnen mehr als 2010. Hinzu kommen 40 Tonnen Splitt.

„Die Lager sind voll, mehr geht nicht“, berichtete gestern Bürgermeister Jürgen Hoffmann zum Thema Winterdienst 2011 / 2012. Pro Einsatz rieseln etwa zehn Tonnen Salz auf die Straßen. „Und manchmal reicht sogar das nicht“, ergänzte Einsatzleiter Norman Keller. Im vergangenen Winter habe die Stadt als eine der wenigen Kommunen eine weitere Salzlieferung bekommen - allerdings zu einem relativ hohen Preis. Im Schnitt koste eine Tonne 100 Euro.

Leise rieselt das Salz - und bald auch der Schnee. Vorarbeiter Peter Böschow und seine Männer sind für den Winter präpariert.

Bürgermeister Hoffmann wies auf die Räum- und Streupflicht von 7 bis 20 Uhr hin. Auch erwähnte er ein Ärgernis aus der vergangenen Kälteperiode: „Bürger und Stadt haben sich den Schnee hin- und hergeräumt.“ Bürger schoben den Schnee von den Bürgersteigen auf die Straße. Dann kam der städtische Räumdienst und schob die weiße Plage wieder zurück. „Das macht keinen Sinn“, sagte Hoffmann. Er erinnerte daran, dass allein die Bürger für den Gehweg und die Rinne verantwortlich seien. Das schließe die Pflicht mit ein, den Schnee vom Gehweg notfalls auf dem eigenen Grundstück zu deponieren. Die Stadt selbst hat drei Lagerplätze, auf denen sie Schnee ablädt, der zum Beispiel Bushaltestellen verstopft hat. Wichtig sei auch, die Rinne am Bordstein frei zu halten. Nur dann könne das Schmelzwasser abfließen. Die Satzung zur Straßenreinigung (mit Winterdienst) findet sich unter www.rodgau.de. In Rodgau sind aktuell keine Veränderungen der Streustrecken vorgesehen. Es werden wieder rund 150 Kilometer öffentliche Straßen sowie Fuß- und Radwege einschließlich der Wege zur S-Bahn geräumt und gestreut. Hierfür heißt es zumeist für die rund 27 Mitarbeiter im Winterdienst früh aufstehen.

Sobald der Deutsche Wetterdienst oder die Glättemeldeanlagen im Stadtgebiet Alarm schlagen, beginnt der Bauhof um 4 Uhr mit der Räumung der Straßen und ab 5 Uhr mit den Fuß- und Radwegen. Dabei ist der Fahrzeugeinsatz massiv. Vier Fahrzeuge mit Feuchtsalzstreuer, sieben Pritschenwagen und vier Kleintraktoren sind unterwegs.

Wie wird denn nun der Winter? Einige Wetterdienste sehen noch keine Rückkehr der milden Winter. Es könnte also wieder richtig kalt und schneereich werden. Die ersten Flocken sollen Mitte Dezember fallen.

Quelle: op-online.de

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