Streusalzkauf wird Glückssache

Rodgau ‐ Der Wintereinbruch hat zu Hamsterkäufen beim Streusalz geführt. Die Bestände im Handel sind meist aufgebraucht - und das schon jetzt. Wie soll das erst im Januar/Februar werden? Nur noch Zufallstreffer sind beim Einkauf möglich. Von Bernhard Pelka

Der Toom Baumarkt an der Hegelstraße hatte gestern noch „ein bisschen was“, wie Marktleiter Karl Schwalm auf Anfrage berichtete. Aber auch er gibt Salz nur noch „in handelsüblichen Mengen“ ab. Bedeutet: pro Haushalt maximal fünf Säcke je 25 Kilogramm.

Geplündert war hingegen schon der Toom Verbrauchermarkt an der Grenze von Dudenhofen und Nieder-Roden. „Wir wissen leider nicht, ob wir noch etwas hereinbekommen“, bedauerte der stellvertretende Hausleiter Daniel Gervasi. Während Schneeschieber-Nachschub für die kommende Woche angekündigt sei, sei die Salzlieferung fraglich. Frostzschutz für Scheibenwaschanlagen von Autos stehe hingegen in großer Auswahl bereit.

25 Mitarbeiter im Winterdienst

Getränkehändler Thomas Gotta hat noch 30 Sack je zehn Kilo, „dann sind wir auch ausverkauft“. Schon im Oktober hatte er Großhändler angesprochen. „Die hatten damals schon nichts mehr.“

Die städtische Satzung zur Straßenreinigung ist nachzulesen auf der Internetseite der Stadt Rodgau

Der Schneefall fordert auch den städtischen Bauhof. Nach dem vergangenen harten Winter und dem damaligen Mangel an Streusalz hat sich der Bauhof für die Saison 2010/2011 bereits in den Sommermonaten tüchtig eingedeckt. Die Salzsilos sind mit 100 Tonnen Streusalz gefüllt. 70 Tonnen Sack-Ware wurde in der Lagerhalle deponiert. Hinzu kommen 15 Tonnen Splitt. Rund 150 Kilometer Straßen sowie Fuß- und Radwege einschließlich der S- Bahn Zuwegungen werden geräumt und gestreut. Derzeit sind 25 Mitarbeiter im Winterdienst. Bereitschaftspläne garantieren, dass von Mitte November bis März der Räum- und Streudienst funktioniert.

Einsatz beginnt um 4 Uhr

Dafür stehen vier Fahrzeuge mit Feuchtsalzeinrichtung, die überwiegend auf Straßen und breiteren Wegen zum Einsatz kommen, im Bauhof auf Abruf bereit. Und die Besatzungen von sieben Pritschenfahrzeuge und vier Kleintraktoren kümmern sich um sichere Fuß- und Übergangswege. Für eine rechtzeitige Alarmierung stützt sich der Bauhof auf Meldungen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Beim Einsatz beginnen die Männer um 4 Uhr mit der Räumung der Straßen. Ab 5 Uhr sind Fuß- und Radwege an der Reihe. Aber auch die Bürger sind gefordert. Gemäß der städtischen Straßenreinigungssatzung muss von 7 bis 20 Uhr geräumt und gestreut werden.

Falls es stärkere Schneefälle geben sollte, werden die Bürger gebeten, den Schnee nicht auf die Fahrbahn zu werfen. Die Straßenrinnen sollten freigehalten werden, damit bei Tauwetter das Schmelzwasser abließen kann.

Quelle: op-online.de

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