Eigentümer erlaubt keine Grabung

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Hier wächst längst wieder Gras: Die letzte Grabung nach der Hainhäuser Burg fand im Herbst 2014 statt. Die Herren von Haginhusen, die noch um 1150 dort lebten, schrieben später von der Burg Eppstein aus Geschichte.

Hainhausen - Der Geschichts- und Kulturverein Hainhausen (GKH) will weiter nach der ehemaligen Wasserburg forschen. Für den Sommer kündigt Vorsitzender Roland Schlitt eine weitere Bodenuntersuchung an. Diesmal gehe es um ein Grundstück westlich des ehemaligen Mühlgrabens.

Dessen Eigentümer erlaube eine Messung, aber keine Grabung. Schlitt: „Das wird frühestens im August möglich sein, wenn alles trocken ist. “. Grabungen in den Jahren 2012 bis 2014 hatten nachgewiesen, dass in der Rodauniederung tatsächlich eine Burg stand. Unter anderem wurden eine Mauer und der untere Querbalken eines Hauses freigelegt. Das Eichenholz stammte aus der Zeit um 1150. Eine Untersuchung des Nachbargrundstücks soll nun helfen, die Größe der einstigen Burg einzuschätzen.

Dazu will der GKH erneut eine geoelektrische Prospektion in Auftrag geben. Dabei werden Veränderungen im elektrischen Widerstand des Bodens gemessen. Diese Methode bringt gute Ergebnisse bis zu einer Tiefe von einem Meter. Das entspricht der Bodenschicht, in der die bisherigen Funde lagen. Seit wenigen Wochen liegt dem GKH laut Schlitt der komplette Grabungsbericht vor.

Erste Erkenntnisse hatte Dagmar Kroemer von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Offenbach bereits im Jahrbuch „Hessen-Archäologie“ 2013 publiziert. Vor einem Jahr war im Gespräch, den 80 bis 100 Meter entfernten alten „Schlossplatz“ zu untersuchen. Davon ist der Verein abgerückt: Das Gelände sei aufgeschüttet worden, sodass Funde unwahrscheinlich seien. (eh)

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Quelle: op-online.de

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