Tag der Feuerwehr Rodgau Süd

Einsatzkräfte demonstrieren häusliche Gefahren

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Das passiert, wenn eine überhitzte Pfanne mit Wasser gelöscht wird. Fettexplosion nennen das die Fachleute.

Rodgau - „Der Wettergott ist ein Feuerwehrmann“, freute man sich beim Tag der Feuerwehr an Fronleichnam wieder über tolles Wetter trotz aller negativen Prognosen. Am Feuerwehrhaus Rodgau Süd war bei zeitweise strahlender Sonne mit einem bunten Programm wieder ordentlich was los.

Bei den vielen Attraktionen wäre es wirklich schade gewesen, wenn diese ins Wasser gefallen wären. Dabei kann man mit Wasser deutlich bessere Dinge anstellen, wie die freiwilligen Brandschützer demonstrierten. Für Stimmung sorgte in der gut gefüllten Fahrzeughalle die Rodgauer Blasmusik. Was viele für einen sicheren und trockenen Platz gehalten hatten, verlor im Laufe des Nachmittags aber deutlich an Attraktivität. Viel begehrter waren da die Plätze im Freien.

Leckeres vom Schwenkgrill und den begehrten Hugo gab es unten, Kaffee und Kuchen servierte die Feuerwehr oben im Café Florian, von wo aus es auch auf die kleine Sonnenterrasse ging. Aber auch zu sehen gab es einiges.

Infostand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs

Ein großer Infostand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs mit der Möglichkeit sein Rad codieren zu lassen, die Bundeswehr informierte über zivile Aktivitäten. Und natürlich wurden die Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt.

Ein kleiner Parcours nicht nur für Kinder und eine Trail-Vorführung, bei der es besonders auf Geschicklichkeit und Gleichgewicht ankam, luden zum mitmachen ein. Für Kinder gab es außerdem eine Hüpfburg und eine Bobbycar-Strecke zu entdecken und die Möglichkeit, sich einmal in kompletter Feuerwehrkleidung fotografieren zu lassen.

Spektakuläre Vorführungen für den „Aha-Effekt“

Regelmäßig bat Moderator Matthias Lippert die Besucher zum großen Schlauchturm. Direkt dahinter sorgten spektakuläre Vorführungen für den „Aha-Effekt“. Die Fettbrandexplosion ist eines der Horrorszenarien im Haushalt, die man aber mit einfachen Mitteln verhindern kann. Jedem kann es passieren. Man ist in der Küche beim Kochen, wird abgelenkt und vergisst den Topf auf dem Herd. Wenn das Fett nun Feuer fängt, kommt es auf die richtige Reaktion an. Bloß nicht mit Wasser löschen, warnen die Brandschützer eindringlich. Durch die Verdampfung des Wassers entsteht eine riesige Stichflamme. „Und dann ist die Küche passé“, unterstreicht Wehrführer Bernd Klein die katastrophalen Folgen.

Speziell für Brände in der Küche gibt es ein besonderes Löschspray für rund 20 Euro, das drei Jahre einsatzbereit ist. Aber auch das Ersticken des Feuers mit dem Topf-Deckel oder einer entsprechenden Feuerlöschdecke ist möglich.

Tag der Feuerwehr Rodgau Süd

Tag der Feuerwehr Rodgau Süd

Eine andere allgegenwärtige Gefahr im Alltag sind Spraydosen, die im Sommer der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, etwa im Auto. Selbst wenn die Behälter nahezu komplett entleert sind, können sie sich unter hoher Temperatur verbeulen, bevor sie sich mit einem lauten Knall in alle Richtungen verabschieden. Auch das demonstrierte die Feuerwehr mehrfach an diesem Tag. „Denn am besten ist es, wenn man uns erst gar nicht braucht“, erklärt einer der Retter, warum so viel Wert auf Prävention und Aufklärung gelegt wird. Genau dies ist eines der Ziele von Veranstaltungen wie dieser. „Außerdem wollen wir den Bürger mit der Feuerwehr vertraut machen und uns mit diesem Fest aber auch bei allen Rodgauern für die Unterstützung bedanken.“

Überhaupt nicht zögerlich waren die Kinder, als es darum ging, mit einem Feuerlöscher selbst zu löschen, ganz im Gegensatz zu den Erwachsenen. Kaum jemand hat einen Feuerlöschen bereits wirklich einmal angewendet. Das ist auf der einen Seite zwar erfreulich, im Ernstfall könnte so aber wertvolle Zeit verloren gehen.

pep

Quelle: op-online.de

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