Tanne mit Frischesiegel

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Wer beim Aufbau des Christbaums nicht akupunktiert werden möchte, muss schon beim Kauf auf die Nadelhärte achten. Das Foto zeigt Frank Subtil und Kundin Kornelia Zschiesche.

Dudenhofen (pul) ‐ Bei manchen ist es Liebe auf den ersten Blick. Andere suchen lange Zeit, wollen keinen, der zu dürr ist; kleine fallen sowieso durch das Raster und zu viel auf den Rippen darf er auch nicht haben. Es ist halt schwer, den perfekten Christbaum zu finden.

Aber frisch sollte der Baum sein. Der Arbeitskreis Hessischer Weihnachtsbaum stellt den kürzlich geschlagenen Bäumchen ein Frischesiegel aus und hat mit Frank Subtil vor Ort einen Außenposten.

Der Dudenhöfer ist Gründungsmitglied in dem Arbeitskreis mit Sitz in Friedrichsdorf und zeigt auf das kleine gelbe Fähnchen an der Spitze der nadeligen Gesellen. Im Jahr 2000 gegründet, zählt die zum Hessischen Waldbesitzerverband gehörende Interessengemeinschaft 60 Mitglieder um den Vorsitzenden Christian Raupach. Etwa 20 Betriebe dürfen ihre Bäume mit dem Gütesiegel schmücken, so Subtil. Das Fähnchen steht für Bäume aus Hessen, die ohne Chemie aufgewachsen sind und erst vor Kurzem gefällt wurden.

Wertvolle Tipps für Suchende

Der Forstwirtschaftsmeister ist Fachmann für seine selbst gepflanzten Bäume, die er seit genau 20 Jahren in Dudenhofen verkauft. Er gibt wertvolle Tipps für Suchende. „Wenn sie strohig aussehen, wird es schwierig“, sagt Subtil und rät vom Kauf ab, wenn die Nadeln schon braun sind. Richtig schön weihnachtlich wird es zu Hause, wenn der Christbaum erst kurz vor dem Aufbau ins Haus geholt wird. „Die Bäume können ruhig Regen abgekommen, sie nehmen Wasser auch über die Nadeln auf“, sagt Frank Subtil. Er rät sogar dazu, den Christbaum zwei bis drei Tage vor dem Transport ins Wohnzimmer mit Wasser zu übergießen. Wenn der Baum möglichst weit weg von der Heizung, in einem stets gefüllten Wasserbehälter steht, bleiben die stachligen Nadeln möglicherweise bis über den Abfuhrtermin im Januar an den Zweigen.

Apropos stachlig: Die Blautanne, die eigentlich eine Fichte ist, gehört zum piksenden Weihnachtsschmuck. Weicher fühlen sich die Nordmanntanne und die Pazifische Edeltanne (Nobilis) an. Eine Tatsache, die jeder zu schätzen weiß, der sich mit dem Einpassen des Stamms in den Baumständer abplagen muss.

Quelle: op-online.de

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