Hoch hinaus beim Tanz

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Die „Sweet Chocolates“ der Sportvereinigung Weiskirchen.

Weiskirchen (pep) - „Wir rocken Rodgau“, hatte sich Organisatorin Christiane Zilch beim ersten offenen Tanzwettbewerb der Sportvereinigung Weiskirchen vorgenommen, und damit nicht zu viel versprochen.

In der Sporthalle drängten sich die Zuschauer und applaudierten vor Begeisterung, als die über 300 Akteure der 30 Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet, Odenwald und Rheinland-Pfalz ihr Talent bewiesen. Vom Nachwuchs bis hin zum deutschen Meister im Hip-Hop war in vier Altersklassen alles vertreten. In liebevoll gestalteten Kostümen und mit aufwändigen Choreografien stellten sich die Teilnehmer im Kampf um Pokale und Preise den Wertungsrichtern. Jazztanz, Modern, Hip-Hop, Freestyle und Showtanz nahmen die Zuschauer mit in zauberhafte Welten. Zum „Cirque du Soleil“, auf ein Piratenschiff und auf die Straßen der Ghettos führte die Reise der Tanzstile. Nicht nur die vereinseigenen Gruppen fanden viel Anerkennung, sondern auch der kleine Pedro vom „Tanzstudio Move“ hatte bei seinem Solo alle hinter sich. Aber egal ob vom Freundeskreis Turnen und Fastnacht aus Jügesheim, der TGS Jügesheim, dem Rodgauer Tanzsportclub oder bei den Gästen aus Bornheim, Mühlheim, Seligenstadt, Aschaffenburg oder Münster: fair feuerten die Gruppen sich gegenseitig an und hatten sichtlich Spaß am Tanzen. Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Out of control“ vom Frankfurter Turnverein 1860, die bereits den Titel der Deutschen Meisterschaft im Hip-Hop gewonnen haben.

Bilder vom Tanzwettbewerb der Sportvereinigung

Tanzwettbewerb der Sportvereinigung Weiskirchen

Doch bis es am Samstag endlich nach langer Vorbereitung los ging, war Christiane Zilch total nervös. Aber als dann alles super klappte, man zur Pause sogar deutlich vor dem Zeitplan lag und den kurzzeitig verschollenen Wertungsrichter wiedergefunden hatte, wandelte sich ein Großteil der Anspannung in Freude. Der Entschluss, ein eigenes Turnier auszurichten, wurde vor über einem Jahr gefasst, seitdem wurde fleißig gewuselt und organisiert.

„Wir tanzen jetzt seit acht Jahren hier im Verein und sind immer bei anderen eingeladen worden. Jetzt wollten wir das mal selbst machen“, erklärte die Organisatorin. Also mussten zuerst einmal 75 Vereine angeschrieben werden, Pokale und Sachpreise beschafft, ein Finanzplan erstellt und Sponsoren gefunden werden. Zunächst hielten sich die Anmeldungen stark in Grenzen, doch ab Februar kamen dann viele Zusagen.

Selbst am Tag des Wettkampfes herrschte noch Stress pur. Morgens wurde aufgebaut, Ton, Technik, Verpflegung. Vor jeder Wettkampfrunde mussten die Wettkampfrichter mit den eigens erstellten Wertungskriterien vertraut gemacht werden. Und abgebaut werden musste schließlich auch noch. Doch bei der tollen Stimmung hat sich das alles gelohnt.

Quelle: op-online.de

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