„Emma“ kümmert sich um 540 Personen

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Ohne Sponsoren - wie auf unserem Foto - läuft auch bei „Emma“ nichts. Sie ermöglichten den Kauf dieses Transporters. Von links: Max Eser (zum Spaß am Steuer), Regina Murmann, Tom Beckert, Timo Saß (im Hintergrund), Michael Hügel, Vorsitzender Alexander Roßkopf, Rotary-Präsident Eckhard Braun und Bea Duttine-Eberhard. (DRK) Foto:

Rodgau (bp) - Die Jügesheimer Sozial-Aktion „Tante Emma“ ist den Kinderschuhen entwachsen. Die Lebensmittelausgabe- und Beratungsstelle ist heute auf den Tag genau zwei Jahre alt.

„Tante Emma kann jetzt laufen“, stellte der Vereinsvvorsitzende Alexander Roßkopf während der jüngsten Mitgliederversammlung denn auch treffend fest.

Die Mitgliederzahl ist um auf 122 Familien und Einzelmitglieder gestiegen. Das Beitragsaufkommen stieg von 3900 auf 5200 Euro. Im laufenden Jahr sollen es 200 Mitglieder werden. Diese Anzahl benötigt der Verein, um kostendeckend bestehen zu können. Denn ab dem nächsten Jahr fällt die Unterstützung der Gründerinitiative weg. Dann muss „Tante Emma“ die Kosten in Höhe von etwa 20.000 Euro jährlich alleine tragen können.

Erlöse aus dem Ladenverkauf steigen

Die Erlöse aus dem Ladenverkauf stiegen von rund 8000 auf knapp 13.000 Euro. Das entsprach 2011 rund 6500 Kundenbesuchen an etwa 300 Öffnungsterminen, teilt der Verein mit. Die ehrenamtlichen Fahrer holen täglich rund 500 Kilogramm Lebensmittel ab. Die Unterstützung der Lebensmittellieferanten konnte weiter gesteigert werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist weiter gewachsen. Gleiches gilt für die Kindergärten und Schulen, die „Tante Emma“ mit zahlreichen Aktionen unterstützen. Dank und Anerkennung gilt den mehr als 100 ehrenamtlichen Helfer.

Zwei Drittel der Kunden kommen von Nieder-Roden und Jügesheim, während sich der Rest auf Dudenhofen, Hainhausen und Weiskirchen verteilt. Von den rund 540 Personen (240 Haushalte), die im vergangenen Halbjahr von „Tante Emma“ wöchentlich bedient wurden, stammen rund 300 aus Ein- bis Dreipersonenhaushalten, während rund 240 Personen in Vier- bis Achtpersonenhaushalten leben.

Festigung der inneren Strukturen

Besonderes Augenmerk hatte der Vorstand 2011 auf die Festigung der inneren Strukturen geworfen. Dabei standen sowohl organisatorische Maßnahmen, wie auch Weiterbildung der Mitarbeiter auf dem Programm. Die Beratertätigkeit führt zu einem wachsenden Bedarf an ehrenamtlichen Helfern. Das Angebot wird gut angenommen. Ein Renner ist das Senioren-Frühstück immer am letzten Samstag im Monat. 30 Personen nehmen monatlich die Einladung vom Beratungsteam an.

Im April wird wieder ein Walkingkurs kostenlos angeboten. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte im vergangenen Jahr ein Peugeot Lieferwagen beim Autohaus Murmann zu äußerst günstigen Konditionen angeschafft werden. Dieser Tage stellte der „Emma“-Vorstand das Mobil vor, das nun mit den Logos der Unterstützer unterwegs ist: die Firmen Atlas, Willi Soft, Mewa, Reiber, Murmann, Werbetechnik Hügel, das DRK, die Johanniter, Georg-Büchner-Schule, Sozialstation und Rotary Rodgau.

Netzwerk wurde weiter ausgebaut

Das Netzwerk zu den bestehenden Nachbarorganisationen wurde weiter ausgebaut. Die Suppenküche wird weiterhin wöchentlich unterstützt. In Babenhausen hat ein anderer Anbieter mit „Emma“-Unterstützung den „Lebensmittelpunkt“ gegründet. Das vorgelegte Zahlenwerk gefiel den Revisoren. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand.

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen: Alexander Roßkopf, Erster Vorsitzender; Paul Weil, stellvertretender Vorsitzender; Gernot Sattler Schatzmeister; Michael Schüssler, Peter Otto, Thomas Schöneweg und Lothar Mark wurden alle einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zum Revisor für den ausgeschiedenen Marcel Rupp bestimmte die Versammlung Peter Brennecke für die nächsten drei Jahre.

Quelle: op-online.de

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