Teamfähigkeit spielend erlernt

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Arbeitsorganisation und Teamfähigkeit übten die Sechstklässler im Planspiel mit den Senior-Experten Horst Peter Jäger (hinten rechts) und Uwe Kleinebrahm. Die Lehrkräfte Cornelia Ott-Tebbe (hinten links) und Rolf Kolonko machen die Berufsorientierung schon früh zum Thema.

Hainhausen ‐ Wie viele Briefumschläge können vier Kinder innerhalb von 20 Minuten herstellen? Die Klasse 6 H der Geschwister-Scholl-Schule hat es jetzt ausprobiert. Mit Lineal, Schere und Klebestift produzierten die Schüler in Vierergruppen braune Kuverts. Von Ekkehard Wolf

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Dabei kam es nicht allein aufs Tempo an: Die Größe der Umschläge musste millimetergenau stimmen. ein Klebstoffrest durfte sichtbar sein. „Es geht darum, dass sie lernen, wie man Aufgaben verteilt und miteinander arbeitet“, sagt Uwe Kleinebrahm, der diese besondere Unterrichtsstunde leitete. Ähnliche Planspiele hatte er als Entwicklungshelfer in Südamerika praktiziert. Kleinebrahm gehört dem Senior-Experten-Service (SES) an. Mehr als 8.000 aktive Ruheständler geben im In- und Ausland ihre Erfahrungen weiter. „Für die Arbeit mit den Schülern mussten wir auch selbst einiges lernen“, erzählt SES-Regionalbeauftragter Horst Peter Jäger, ehemaliger Geschäftsführer des Gabelstapler-Herstellers Still.

Berufsorientierung findet fächerübergreifend statt

Arbeitsorganisation und Teamfähigkeit, wie sie die Sechstklässler jetzt spielerisch lernten, gehören zur Vorbereitung aufs Berufsleben. Und die steht in der Geschwister-Scholl-Schule sehr früh auf dem Stundenplan. „Wir beginnen schon im 5. und 6. Jahrgang die Kinder auf Grundfertigkeiten vorzubereiten“, sagt Lehrerin Cornelia Ott-Tebbe. Berufsorientierung findet fächerübergreifend statt. Dazu gehören Praxistage in Betrieben, Bewerbungstraining und praktisches Lernen in einer Schülerfirma. Die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, ist wichtig für das Selbstwertgefühl der Schüler. Dabei helfen auch die Senior-Experten. Ott-Tebbe: „Die externen Kräfte wirken auf die Schüler ganz anders als wir Lehrer. Uns sehen sie ja täglich.“

Quelle: op-online.de

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