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Teststrecke auf dem Prüfstand?

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Der Schleuderkreis und die lange Gerade Richtung Babenhausen sind markante Teile der Teststrecke von Opel. Was haben die Franzosen vom PSA-Konzern mit diesem Juwel der Rodgauer Wirtschaft vor? Eine konkrete Antwort ist auf diese Frage aktuell nicht zu bekommen.

Dudenhofen - Wie sieht die Zukunft des Opel-Testcenters im Dudenhöfer Wald aus? Muss man Ähnliches befürchten wie für das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, von dem offenbar Teile verkauft werden sollen? Opel gibt auf diese Fragen derzeit keine Antwort.

Der französische Opel-Mutterkonzern PSA plant wohl, Arbeitsbereiche des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim zu verkaufen (wir berichteten). Trifft diese Strategie auch das Testzentrum im Dudenhöfer Wald? Die Opel-Pressestelle in Rüsselsheim gibt auf diese Frage derzeit keine konkrete Antwort. Vielmehr wird auf eine Stellungnahme des Opel-Chefs Michael Lohscheller vom 4. Juli verwiesen.

Im März ist der Chef des Dudenhöfer Testcenters, Dr. Matthias Schollmeier, nach fast 34 Dienstjahren mit 63 Jahren vorzeitig ausgeschieden. Es heißt in der Opel-Pressestelle, ein Nachfolger sei noch nicht bestimmt, das Center werde „interimsmäßig“ geführt. An Spekulationen über dessen Zukunft beteilige man sich nicht. Verwiesen wird vielmehr auf Lohschellers Äußerungen vom 4. Juli zu Rüsselsheim. Damals hatte der Opel-Chef mitgeteilt, das Entwicklungszentrum Rüsselsheim erledige wichtige Aufgaben für PSA. Das Auftragsvolumen der früheren Opel-Mutter General Motors werde in den kommenden Jahren jedoch drastisch zurückgehen. Das Unternehmen prüfe daher Optionen, wie „eine nachhaltige und erfolgreiche Aufstellung im Entwicklungszentrum“ erreicht werden könne.

Bilder: 50 Jahre Opel-Testzentrum Dudenhofen

„Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen sind dabei Teil dieser Überlegungen.“ Entscheidungen seien noch nicht getroffen. Das Engineering bleibe aber Kern von Opel. Alle künftigen Opel-Modelle würden in Rüsselsheim entwickelt. Lohscheller erklärte, es stehe noch nicht fest, „welche Optionen tragfähige Lösungen sein könnten“. Selbstverständlich würden „unsere Sozialpartner in den Prozess eingebunden“. Opel stehe zur Ende Mai vereinbarten Beschäftigungssicherung bis 2023. Der Opel-Boss wies darauf hin, die Geschäftsführung habe mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat „regelmäßig und bereits seit Dezember 2017“ besprochen, dass sie strategische Partnerschaften in Forschung und Entwicklung prüfe, um Arbeitsplätze zu sichern. Dies sei auch Bestandteil der Rahmenvereinbarung aus dem Jahr 2017 gewesen. (bp)

Quelle: op-online.de

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