Wie teuer war die Müllberatung?

Rodgau (eh) ‐ Die Umstellung der Müllabfuhr am Anfang dieses Jahres hat möglicherweise bald ein parlamentarisches Nachspiel. In einer Anfrage an den Magistrat nehmen Bündnis 90/Die Grünen die Beratungs- und Personalkosten aufs Korn.

Fraktionsvorsitzender Winfried Sahm fragt zum Einen nach den „Kosten für externe Beratung“ und den erbrachten Leistungen, zum Anderen nach den „zusätzlichen Sach- und Personalkosten“ bei der Einführung des neuen Abfallbeseitigungssystems. Die Grünen erwarten eine schriftliche Antwort des Magistrats.

Kein Gegenstand der Anfrage sind die Gesamtkosten der Müllabfuhr. Erste Stadträtin Hildegard Ripper (CDU) hatte Ende Mai erstmals einen „Mehrbedarf“ an Gebühren eingeräumt. Zahlen über die Entwicklung der Mengen von Rest- und Biomüll wollte sie nach dem Sommer vorlegen.

Die Einführung einer Gebührenstruktur, die sich stärker an der tatsächlichen Restmüllmenge orientiert, hatte erhebliche Probleme mit sich gebracht. Über viele Wochen hinweg musste die Stadt ein externes Callcenter beauftragen, um die Masse der Mülltonnenbestellungen bearbeiten zu können. Etliche Bürger warteten monatelang auf ihre Biotonne. Da die 60-Liter-Restmülltonnen in der Ausschreibung fehlten, musste die Stadt nachverhandeln.

Erste Zahlen zu den Müllkosten sind am Montag, 2. November, zu erwarten, wenn Stadtkämmerin Ripper den Stadtverordneten ihren Nachtragshaushalt vorstellt.

Quelle: op-online.de

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