TGS-Vorstand treibt Pläne zur Fusion voran

Jügesheim ‐ Mit breiter Mehrheit trafen die TGS-Mitglieder bei einer außerordentlichen Hauptversammlung zwei zukunftsweisende Entscheidungen, die die Fusion mit der TGM SV Jügesheim ein Stück näher bringen. Um was ging‘s, worüber wurde gestritten? Von Michael Löw

Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick:

  • Expertenwissen: Der Vorstand darf Juristen und Wirtschaftsprüfer engagieren. Sie sollen den künftigen Partner genau unter die Lupe nehmen und jene offenen Fragen klären, für die ehrenamtliche Vorstände den Rat von Profis benötigen. Die Kosten dafür bezifferte TGS-Vorsitzender Professor Jürgen Follmann auf 15 000 bis 20 000 Euro, die sich die Vereine teilen.

Die Diskussion darüber wurde einmal mehr zur Grundsatzdebatte über die Fusion als solches. Skeptikern sind gewachsene Strukturen und ihr Bauchgefühl wichtiger als die Attraktivität eines Großvereins gegenüber Mitgliedern, Sponsoren, Verbänden und Politik.

155 Mitglieder befürworteten die gegenseitige Prüfung, 38 lehnten sie ab, 27 enthielten sich. Da Enthaltungen nicht mitgezählt werden, fand der Antrag des Vorstandes eine 80-Prozent-Mehrheit. Dem Fusionsvertrag müssen 75 Prozent der Mitglieder zustimmen.

  • Gemeinsame Halle: TGS und TGM SV wollen - und müssen - die Planungen einer Sport- und Kulturhalle auf dem Gelände des alten Feuerwehrhauses (Kosten: 4 bis 4,5 Millionen Euro) forcieren. Um ihren Anteil am Neubau zu finanzieren, muss die TGS ihr Stammgelände verkaufen - eine Vorstellung, die vielen weh tat. Zumal die TGM SV ihren Teil finanzieren will, ohne den Standort Weiskircher Straße aufzugeben. Ergebnis: 156 mal ja, 11 mal nein, 37 Enthaltungen.
  • Hallensanierung: Hätte der Vorstand dem Kreis gegenüber nicht garantieren können, dass er eine Mehrheit für einen Antrag zur Deckenreparatur findet, wäre die Eröffnungsgala der Karnevalisten am vorigen Samstag die letzte Veranstaltung im Saal gewesen. Die 20 000 Euro teure Baumaßnahme sichert den Betrieb für zwei Jahre.

Quelle: op-online.de

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