Von den Künsten der Verführung

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Verwirrende Gefühle inmitten herrlicher Blüten. Mirandolina hat es auf den Griesgram und Frauenverachter Ripafratta (links) abgesehen und versucht ihn zu betören. Derweil lauert der Marquis von Forlipopoli (rechts) auf seine Chance bei der Schönen.

Dudenhofen (bp) - „Theater Total“ und der Impuls-Kulturverein präsentieren in Kooperation mit dem Pflanzenzentrum Fischer „Mirandolina“ von Carlo Goldoni. Derzeit laufen in Fischers Kamelienhaus inmitten eines herrlichen Blütenmeeres die Proben.

Die Temperaturen für die Darsteller sind dort derzeit zwar noch etwas frisch, doch der Inhalt des Stücks erwärmt. Die Regie führt Tanja Garlt, Kulturpreisträgerin des Kreises Offenbach und der Stadt Rodgau.

Die Zuschauer werden ein burleskes Spiel um die Herbergswirtin Mirandolina erleben, die mit viel Witz und Raffinesse die Männer an der Nase herum führt. Einer jedoch reagiert, ganz zum Ärger von Mirandolina, so gar nicht auf ihre Reize - der Frauenverachter Ripafratta. Eine Herausforderung für Mirandolina und doch ein leichtes Spiel für die wunderschöne intelligente Verführerin. Wem Mirandolina am Ende wirklich ihr Herz schenkt, gilt es herauszufinden.

Das Spiel findet in der bezaubernden Atmosphäre der Gewächshäuser statt. Eine venezianische Maskengruppe, die bei klassischer Musik durch die Gewächshäuser lustwandelt, sorgt gekonnt für die richtige Einstimmung. Das Gesamterlebnis für alle Sinne runden nicht zuletzt raffinierte Variationen italienischer Vorspeisen ab.

Ladung Schokoküssen für die Akteure

Zu erleben sind die bezaubernde Leonie Löw als Mirandolina, Ritter von Ripafratta (Stefan Schmidt), Marquis von Forlipopoli (Marcus Mössinger), Graf von Albafiorita (Thomas Lösch), Ortensia (Tanja Rossbach), Dejanira (Thi Thanh Tam Tran), Fabrizio (Thorsten Stichweh), und die Diener Michael Gelbke und Klaus Junkes-Kirchen.

Für die prachtvollen Kostüme ist Birgit Mayer-Tauber verantwortlich, ins rechte Licht rückt die ganze Sache Guido Lukoschus. Den richtigen Ton trifft Björn Schubarth, und die Jügesheimer Parres Hair-Company schminkt und frisiert.

Eintrittskarten sind zu Preisen von 14, 16 und 18 Euro im Pflanzenzentrum Fischer, der Jügesheimer Bücherstube und bei Sport Manus in Nieder-Roden erhältlich. Aufführungstermine sind Freitag, 23., Samstag, 24. und Sonntag, 25. März, jeweils 19 Uhr. Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Landrat Oliver Quilling besuchte gestern die Proben und versüßte den Akteuren mit einer Ladung Schokoküssen den Tag. Quilling ist von dem Stück, den Darstellern und dem Gesamtkonzept sehr angetan und lobt: „Theater zeigt immer ein Stück Leben und ist zugleich ein Spiel mit Träumen und großen Gefühlen. Tanja Garlt bietet großartiges und facettenreiches Theater. Ihr Ensemble, aber auch die Theateraufführungen im Pflanzenzentrum Fischer, haben sich im Kulturkalender des Kreises einen festen Platz erobert. Die einzigartige Atmosphäre berührt Herz, Geist und Seele.“ Zugleich hob der Landrat bei dieser Gelegenheit hervor, dass sich im Bereich Kultur 2011 im Kreis Offenbach einiges getan habe. „Vor allem ist es uns gelungen, beim Thema Kunst und Kultur Plattformen und Gelegenheiten für Verzahnungen zu schaffen und Angebote zu machen, die im Alleingang nicht möglich wären und die Bewältigung innovativer Projekte zu fördern.“

Ein einheitliches Marketing, Kundenbindungsprogramme wie die Kultur-Card und professionelle Beratung durch Seminare für alle Kulturschaffenden seien für ihn „der Kern der Bemühungen“. Die Kultur-Card im Scheckkartenformat, die für drei Euro für jeden erhältlich ist, berechtigt zur Inanspruchnahme von verschiedenen Vergünstigungen und Exklusivangeboten bei den Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen im Kreis.

„Um die Vernetzung zu nutzen und auch nach außen sichtbar zu machen, werden gemeinsame Veranstaltungen - wie die neue Ausstellungsreihe „Kunst im Kreishaus“ - geplant“. Kulturschaffende könnten sich am Marketing im Rahmen der Kultur-Card und dem Newsletter beteiligen sowie sich im Kultur-Portal des Kreises darstellen. Der Kulturstammtisch schließlich diene als „verbindendes Element“.

Quelle: op-online.de

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