Tierquälerei

Polizei-Kontrolle: Ponys in Kastenwagen gepackt

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Rodgau (dr) - Da staunten die Beamten nicht schlecht: Bei einer Kontrolle entdeckte die Polizei insgesamt 16 Ponys in einem VW-Bus und einem Tiertransportanhänger auf der Autobahn 3 in Richtung Würzburg.

Einen ungewöhnlichen Transport entdeckte ein Autofahrer in der Nacht zum Dienstag auf der Bundesautobahn 3 in Fahrtrichtung Würzburg und alarmierte die Polizei. Die Streife hielt kurz nach Mitternacht einen VW-Bus mit völlig beschlagenen Scheiben und einem seitlichen Lüftungsschlitz auf der Tank- und Rastanlage Weiskirchen an. Aus dem mit niederländischem Kennzeichen versehenen Transporter stiegen ein 60-jähriger Fahrer und sein 31 Jahre alter Beifahrer aus.

Die Polizisten trauten ihren Augen kaum: In dem Laderaum des T5 befanden sich zehn Mini-Shetland-Ponys. Dicht aneinander gequetscht. Wie lange die Tiere bereits transportiert worden sind, ist nicht bekannt. Wie die Polizei mitteilt, waren die Ponys wohl unter ungeeigneten Transportbedingungen auf dem Weg von den Niederlanden nach Rumänien, ohne Futter und Wasser im engen Transportbereich.

Weiterer Transporter unterwegs

Als bekannt wurde, dass wohl noch ein weiterer Transporter unterwegs sei, konnte auch dieser auf der Autobahn gestoppt und an der Rastanlage kontrolliert werden. In dem Gespann - ein VW Sharan mit rumänischem Kennzeichen zog einen niederländischen Tiertransportanhänger - standen im Hänger sechs „normalgroße“ Ponys. Die 39 und 24 Jahre alten Fahrer des Wagens und ihre ebenfalls rumänischen Kollegen aus dem T5 legten für alle Tiere Pferdepässe, aber keine erforderlichen Gesundheitsbescheinigungen des Veterinäramtes vor.

Die Männer haben die Tiere angeblich von einem Pferdehändler in den Niederlanden gekauft und waren auf dem Weg nach Rumänien. Die Weiterfahrt der geplanten Gesamtstrecke von geschätzten knapp 2000 Kilometer, für die sie etwa 20 Stunden benötigt hätten, wurde untersagt. Die Ponys, die sich wohl aufgrund der Enge in den Transportmitteln gegenseitig verletzt hatten, wurden auf einem Reiterhof in der Nähe untergebracht und versorgt. Das Veterinäramt wurde informiert und entscheidet im Laufe des Tages, wie es mit den Tieren weiter geht.

Die „Täter“ sind allesamt bekannt. Auf die Fahrer und Beifahrer wartet nun eine Anzeige.

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Quelle: op-online.de

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