Die Tonne lebt

Rodgau (eh) - So haben sich viele Bürger das mit der Biotonne nicht vorgestellt: Der Inhalt ist in Bewegung und die weißen Maden beschränken sich nicht länger auf das Innere der grünen Tonne.

Mehrere Leser unserer Zeitung berichteten in den letzten Tagen von eklig weißem Getier auf dem Boden. In einem Fall in Dudenhofen sollen die hungrigen Fliegenlarven aus der Tonne nachts sogar in regelrechten Beutezügen ausgeschwärmt sein.

So schlimm war es bei Konrad Heberer in Nieder-Roden nicht. Auf einem Foto, das er unserer Redaktion vorlegte, sind auf den Innenseiten der Biotonne vielleicht 50 Maden zu erkennen. Aber wie kam es überhaupt dazu? Seit Jahresbeginn habe es mit der Biotonne keinerlei Probleme gegeben, berichtet Konrad Heberer: „Wir halten uns streng an die Ratschläge der Stadt und legen Zeitungspapier auf den Grund der Biotonne, werfen keine Fleischreste hinein und wickeln Obst- und Gemüsereste nochmals in Zeitungspapier ein.“

Papiertüten oder Küchenpapier verwenden

Die Stadtverwaltung nimmt das feuchtwarme Wetter zum Anlass für weitere Ratschläge an die Bürger. „Bei Auftreten von Maden hilft es, Kalkmehl (Algenkalk oder gelöschter Kalk) in die Biotonne zu streuen. Diese können im Baustoffhandel oder auch in gut sortierten Drogerien erworben werden. Bei gutem Wetter sollte der Deckel geöffnet werden, denn trockener und belüfteter Biomüll wird kaum von Maden befallen.“

Anstelle der kompostierbaren Biomüllbeutel (die in Rodgau nicht erlaubt sind) rät die Stadt, Papiertüten oder Küchenpapier zu verwenden: „Im Handel sind große, auf die Biotonne angepasste Papiersäcke erhältlich, die die Verschmutzung der Biotonne weitgehend verhindern.“ Zudem sei es sinnvoll, die Biotonne regelmäßig auszuspülen, notfalls mit Essigwasser oder dem Gartenschlauch.

Quelle: op-online.de

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