20 Tonnen Dreck an Straßen

+
Nicht nur an dieser Ausfahrt der B 45 sieht es übel aus. Nachdem die Randstreifen gemäht wurden, wird das Ausmaß der Sauerei erst so richtig deutlich.

Rodgau - (bp) Baustoffplatten, Kaffeebecher, Klopapier, Brötchentüten: am Rand von Straßen landet das komplette Sortiment menschlichen Mülls. „Es ist eine Schweinerei, was manche Autofahrer alles aus dem Fenster werfen“, klagt Klaus Petreszin.

Der Leiter der Autobahnmeisterei Rodgau und seine Männer müssen pro Jahr 20 Tonnen Dreck in den Randstreifen der B 45, A 661, A 3, A 45 und B 43a im Kreis Offenbach bergen. Allein die Entsorgung in der Müllverbrennung kostet 8 000 Euro. Andere Kollegen kümmern sich um Raststätten und Parkplätze. Dort liegen manchmal „ganze Zimmereinrichtungen“. Petreszin weiß, dass der Unrat die Bürger zu Recht stört und deren Sauberkeitsempfinden verletzt. Aber mehr als eine einzige Reinigung der Seitenstreifen sei pro Jahr nicht drin. „Das ist auch nicht unsere primäre Aufgabe“, sagt der Dienststellenleiter mit Bedauern.

Zurzeit ist das Ausmaß der Verschmutzung besonders deutlich erkennbar. Denn die Seitenstreifen wurden gemäht. Das Grün, das die Sauerei sonst gnädig zudeckt, ist verschwunden. „Natürlich lesen wir beim Mähen den Müll auf. Aber alles kriegen wir nicht in den Griff. Uns gefällt das auch nicht“, berichtet Petreszin vom aussichtslosen Kampf gegen uneinsichtige Müllsünder. Aber warum werden besonders Ausfahrten versaut? „Weil man dort Zeit hat, während man im Stau steht oder langsamer fährt.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare