„Wetten dass“ zur Nieder-Röder Kerb

Traktor auf Biergläsern

+
Topp, die Wette gilt: Der 800-Kilo-Traktor steht auf vier Gläsern.

Nieder-Roden (pep) - Eine Wetten-dass-Show mit spektakulären Ideen boten die Kerbburschen und Kerbmädels ihren Gästen am Freitagabend im Festzelt. Fünf Meter hoch stapelten sie Bierkisten in den Himmel - nicht ganz bis auf Höhe des Kirchturms, aber dennoch überragend.

Bereits die erste Wette der Kerbmädels hatte es in sich. Alle sieben, so wetten die Damen, wollten sich in das Führerhäuschen eines Kleintransporters zwängen. Wettpate war Erster Stadtrat Michael Schüßler, der zuvor das erste Bierfass mit nur einem Schlag angezapft hatte. Nach kurzzeitiger Panik und einem wilden Rein und Raus bewahrten die Mädels ihren Wettpaten vor zwei Stunden Standdienst. Nur das Aussteigen gestaltete sich schwierig. „Kerbopa“Robert Spahn wurde als zweiter Gast mit lautem Sprechgesang auf der Bühne empfangen. „Die Kerb ist überall“, freute er sich über die gute Stimmung.

Fotos von der Kerb

Traktor auf Biergläsern

Hoch hinaus ging es beim Kistenstapeln.

Mit viel Spaß und Dollerei, aber ernsthaftem Ehrgeiz ging es an die weiteren Wetten. „Wir wetten, unseren Kerbvadder auf einem Traktor bis auf die Bühne zu tragen“, hatten sich die Kerbburschen vorgenommen. Sie Während draußen ein Traktor tuckerte, tauschten sie heimlich das Gefährt und trugen mit breitem Grinsen einen Spielzeugtraktor ins Zelt.

Mit dem echten Traktor ging es im Freien weiter. Nur auf vier Biergläser wollten die Kerbburschen die 800 Kilogramm schwere Arbeitsmaschine stellen. Wettpate war Ortsvorsteher Edgar Ott. Eine heikle Aktion: Schweißperlen liefen, der Traktor wollte einfach nicht still halten und die Sekunden vergingen. Erst nach mehreren Versuchen gelang es kurz vor Ablauf der Zeit den Traktor mithilfe eines anderen behutsam auf die Gläser zu stellen. Geschafft - was eine Show! Das Publikum war begeistert und auch den Teilnehmern war die Erleichterung anzusehen.

Doch das war noch nicht alles. Ebenfalls im Freien wollte Markus „Mäc“ Weiland mindestens 20 Bierkisten aufeinanderstellen und daran hochklettern. Zwar war es windstill, doch im Dunkeln hatte er noch nie geprobt. Schnell ging es in die Höhe, bald reichte auch die Leiter für den Helfer nicht mehr aus, der ihm die Kästen anreichte. Also bekam er die letzten Kisten zugeworfen. Akrobatisch machte der Kletterer einen Schritt nach dem anderen und schaffte am Ende sogar etwas mehr, bevor der Turm zur Seite krachte.

50 Liter Freibier zum Kerbbaum-Stellen

Einen Kerbspruch gab es in diesem Jahr zwar nicht, aber die Kerbburschen und Kerbmädels entschädigten die Besucher dafür mit einer tollen Show. Zuvor war bei 50 Litern Freibier der Kerbbaum aufgestellt worden. Musik aus den 70-er bis 90-er Jahren brachte am Samstag die Gäste der „Forever Young Party“ zum Tanzen und Feiern. Am Sonntag musizierte unter anderem die Rodgauer Blasmusik in der Scheune von Dieter Mergenthal und Achim Jaeger. Den Tag über spielte der Musikverein Nieder-Roden auf. Die Kerb dauert noch bis einschließlich Dienstag. Die Buden und Fahrgeschäfte entlang der Ober-Rodener Straße locken am letzten Tag mit verbilligten Preisen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare