Trend schon früh sichtbar

CDU hält ihr Ergebnis, SPD gewinnt dazu

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Knapp ein Fünftel der Rodgauer Wahlberechtigten reichte die Kreuze per Briefwahl ein.

Rodgau - Wenn es nach den Rodgauer Wählern ginge, wäre der künftige Bundestag etwas bunter. Die Rodgauer hätten sowohl die FDP als auch die neue Partei AfD gern im Parlament gesehen. Die Wahlbeteiligung lag trotz Briefwahlrekord etwas niedriger als 2009. Von Ekkehard Wolf

Fast 6.000 Wähler hatten per Brief ihre Stimmen abgegeben - knapp ein Fünftel aller Wahlberechtigten. An die Wahllokale waren Stimmzettel für weitere 60 Prozent der Wahlberechtigten ausgegeben worden. „Fast überall mussten wir nachliefern“, berichtete Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Am Ende hatten 76,9 Prozent der Rodgauer ihr Wahlrecht genutzt.

Die ersten Ergebnisse kamen um 19.12 Uhr aus der Gartenstadtschule. Zwei Stunden später war der letzte Briefwahlbezirk aus Dudenhofen noch nicht ausgezählt.

Erstaunlich: Schon nach neun von 39 Wahlbezirken war ein stabiles Zwischenergebnis erreicht. Es unterschieden sich nur um Zehntelprozente vom späteren Endergebnis. Demnach bleibt die CDU in Rodgau bei 41 %, die SPD gewinnt acht Prozentpunkte hinzu, FDP und Grüne erleben Einbußen.

„Ich freue mich, dass sich die Mühe gelohnt hat“, sagte CDU-Stadtvorsitzende Margit Müller-Ollech in einer ersten Stellungnahme. Die Koalitionsfrage stelle sich nun völlig neu: „Ich beneide niemanden, der heute Nacht überlegen muss, welche Gespräche er mit wem zuerst führt.“

„Das Ergebnis im Bund macht mich ein bisschen traurig“, kommentierte SPD-Landtagskandidat Ralf Kunert. Die Hochrechnungen für den Landtag sorgten bei ihm für bessere Laune: „Es ist ein tolle Zugewinn für die SPD.“ Das hessische Kopf-an-Kopf-Rennen war zu diesem Zeitpunkt noch offen.

Rodgaus FDP-Vorsitzender Heino Reckließ kommentierte das schlechte Ergebnis seiner Partei im Bund mitleidlos: „Eine Partei, die seit Jahren die Bevölkerung mit positiv klingenden Statistiken zulabert und die Wirklichkeit verleugnet, hat es nicht anders verdient. Sie sollten von uns in Rodgau lernen.“

Quelle: op-online.de

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