„Tut ihm weh, keine Gnade“

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Ohne Gedächtnis im Krankenhaus aufwachen - diese Situation spielt Stefan Schmidt (links). Die Hauptfigur des Stücks „Die Hölle wartet nicht“ gerät in einen Strudel aus Erpressung, Mord und Wahnsinn.

Jügesheim - (af) „Saallicht aus, Musik beginnt“, in der Aula der Georg-Büchner-Schule laufen die Proben für die neue Produktion der TGS-Theatergruppe „Bühnenreif“.

Mit dem Thriller „Die Hölle wartet nicht“ von Michael Cooney begeben sich die Kleinkünstler in die Welt des Absurden und Grotesken. „Das ist nichts für schwache Nerven“, sagt Darstellerin Christina Schäfer. Manchmal greift Regisseurin Tanja Garlt noch ein, gibt Hinweise oder rückt Requisiten zurecht. „Die Gruppe zieht super mit, auch nach acht Stunden Probe. Jeder Einzelne zeigt großes Engagement“, lobt die Kreiskulturpreisträgerin ihre Schauspieler.

Dass die Atmosphäre in der Gruppe sehr vertraut ist, merkt man, wenn Stefan Schmidt alias Simon Cable in einer Szene ans Bett gefesselt werden muss. „Tut ihm weh, keine Gnade“, ermuntert Tanja Garlt die Akteure. Im zweiten Teil unterbricht der noch immer Gefesselte: „Kurze Pause, ich hatte keine Gelegenheit, mein Blut bereitzustellen.“

Die bizarre Geschichte dreht sich um Simon Cable, der mit Gedächtnisverlust im Krankenhaus erwacht. Doch bei dem Versuch, die letzten zwei Jahre seines Lebens zu rekonstruieren, sinkt er immer tiefer in einen Strudel aus Erpressung, Mord und Wahnsinn. Und dann gibt es da noch jene Legende, dass denjenigen, der eine Glocke hört, seine gerechte Strafe in der Hölle erwartet. „Die holen sich doch nur die Mörder. Also kann Ihnen gar nichts passieren“, meint die Krankenschwester, gespielt von Lisa-Marie Koser. Doch Simon hört eine Glocke...

Zur gespenstischen Atmosphäre tragen der Einsatz von Megaphonen, Lichteffekten und eine mit Plastikplanen verhängte Bühne bei. Zu sehen sind: Stefan Schmidt, Tanja Rossbach, Thomas Lösch, Sebastian Mahr, Stefano Uslenghi, Christina Schäfer, Glen Arriola, Lisa-Marie Koser und Harald Mahr.

Für einen runden Ablauf der Aufführungen sorgen Guido Lukoschus an der Technik, Gudrun Uslenghi und Melanie Grimm in der Maske und der Wirtschaftsausschuss, der die Gäste in der Pause gratis mit Getränken und kleinen Snacks verköstigt. Die Premiere findet am Samstag, 26. September, um 20 Uhr statt. Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 3. Oktober, ebenfalls um 20 Uhr und Sonntag, 4. Oktober, um 19 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von zehn Euro, ermäßigt sieben Euro, sind im „Latte Macchiato“ erhältlich.

Quelle: op-online.de

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