Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses

Polizei kostet 700.000 Euro

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Das ehemalige Feuerwehrhaus an der Friedberger Straße wird zum Polizeiposten umgebaut.

Dudenhofen - Mehr als 700.000 Euro steckt das Land Hessen in den Umbau des ehemaligen Feuerwehrhauses Dudenhofen. Anfang 2014 soll dort der Polizeiposten einziehen. Der Mietvertrag läuft zunächst zehn Jahre, eine Verlängerung auf bis zu 30 Jahre ist möglich.

Der neue Polizeiposten ist auch für Rollstuhlfahrer erreichbar - aber nur im Erdgeschoss, da das Gebäude keinen Aufzug hat. Die Wache wird im Parterre eingerichtet. Gleich am Eingang ist ein videoüberwachter Warteraum mit drei festgeschraubten Stühlen vorgesehen. Sicherheit geht vor: Die Beamten in der Wache hinter einer schusssicheren Scheibe, man unterhält sich über eine Sprechanlage, Dokumente oder Gegenstände werden per Schublade durchgereicht.

Die Fahrzeughalle dient auch künftig als Garage. Hinter dem Schlauchturm wird die Asservatenkammer eingerichtet, in der die Polizei sicher gestellte Gegenstände verwahrt. Beim Umbau gibt es auch im Obergeschoss viel zu tun. Der frühere Saal, den die Freiwillige Feuerwehr unter anderem zur theoretischen Ausbildung nutzte, wird in mehrere kleinere Räume aufgeteilt. Sieben Büros, ein Geschäftszimmer mit Fächern für die Waffen, Erkennungsdienst und ein Vernehmungszimmer von 9,8 Quadratmetern sind auf diesem Stockwerk geplant.

Eine Treppe höher im Dachgeschoss sind nur zwei Räume vorgesehen: ein großer Besprechungsraum und ein Lager für die Akten. Der größte Teil des Dachgeschosses (113 Quadratmeter) wird nicht ausgebaut und bleibt auch künftig ungenutzt. Der Umbau soll im Sommer beginnen, wie Renate Gunzenhauser vom Landesbetrieb „Hessisches Immobilienmanagement“ ankündigt: „Wenn alles planmäßig läuft, gehen wir davon aus, dass es im Oktober, spätestens November, fertig gestellt ist und an die Polizei übergeben werden kann.“

Die Polizei mietet rund 750 Quadratmeter an. Für die Hauptnutzfläche (Büros) zahlt sie monatlich sechs Euro pro Quadratmeter. Die Jahresmiete beträgt fast 40.000 Euro. Das sind rund 14.000 Euro mehr als die Polizei bisher für das alte Rathaus bezahlt. Seit 1989 sitzt der Polizeiposten in dem denkmalgeschützten Altbau. Damals hatte die Stadt noch den größten Teil der Umbaukosten getragen. Diesmal zahlt das Land allein.

Der Magistrat hofft, dass die Polizei nun auf längere Zeit in Rodgau bleibt – schließlich steckt das Land Hessen ja viel Geld in den Umbau. Der Mietvertrag ist zunächst auf zehn Jahre geschlossen. Das Land kann ihn fünfmal um je vier Jahre verlängern, insgesamt also auf 30 Jahre. Danach läuft er von Jahr zu Jahr weiter. Das Hessische Immobilienmanagement hat sich allerdings ein Hintertürchen offen gehalten: Falls das Land die Nutzung als Polizeidienststelle aufgibt, können beide Seiten den Mietvertrag innerhalb von vier Wochen kündigen.

eh

Quelle: op-online.de

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