805 000 Euro fürs ehemalige Feuerwehrhaus

Umbau für Polizei hat begonnen

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Erst Feuerwehr, dann Polizei: Das Gebäude aus dem Jahr 1952 (saniert 1992) wird nun erneut umgebaut.

Dudenhofen - Das ehemalige Feuerwehrhaus Dudenhofen wird zum Polizeiposten. Der Umbau hat begonnen. Im Dezember oder Januar will die Polizei einziehen.

Die neuen Räume bieten den 17 Beamten mehr Platz. Für Bürger ist der Zugang dann erstmals barrierefrei. Das Land Hessen lässt sich den Umbau 805 000 Euro kosten. Davon entfallen 240 000 Euro entfällt auf spezielle Einbauten für die Sicherheit.

Der Umbau hätte teurer werden können. So verzichtet die Polizei darauf, einen Aufzug einzubauen. Die Barrierefreiheit sei auch so gewährleistet, sagt Dieter Häser, der Leiter der Ermittlungsgruppe Rodgau. Bei Bedarf gehe eben ein Beamter ins Erdgeschoss. Auch eine Zelle für festgenommene Personen („Gewahrsam“) gibt es nicht: „Die Kosten können wir uns sparen für drei bis fünf Fälle im Jahr.“

Willkommensgeschenk für den neuen Mieter: Bürgermeister Hoffmann (rechts) und Erster Stadtrat Schüßler (links) überreichen einen Vier-Kilo-Abbruchhammer an Polizeipräsident Roland Ullmann

Im Erdgeschoss befindet sich künftig die Wache, die rund um die Uhr besetzt ist. Die beiden Lehrsäle im Obergeschoss werden in Büros für die Ermittler unterteilt, im ehemaligen Büro des Wehrführers arbeitet künftig der Leiter der Ermittlungsgruppe. Ins Dachgeschoss kommt ein Besprechungsraum mit Ausblick auf den Maibaum und die Dächer bis zum Spessartring.

Die 17 Beamten des Polizeipostens haben künftig mehr Platz: 755 statt 430 Quadratmeter. „Sämtliche Mitarbeiter können gleichzeitig an ihren Arbeitsplätzen tätig sein, was bisher nicht möglich war“, erklärt Georg Bogler vom Immobilienmanagement des Landes Hessen.

Fakten

- Seit 1989 gibt es einen Polizeiposten in Rodgau. Er ist eine Außenstelle der Polizeistation Heusenstamm.

- In Rodgau ist auch der Sitz einer Ermittlungsgruppe. Sie bearbeitet Straftaten in Rodgau, Heusenstamm und Obertshausen.

- Die Dienststelle ist rund um die Uhr besetzt. Das ist für einen Polizeiposten ungewöhnlich. 

- Eine Streifenwagen aus Heusenstamm ist als „Dauerstreife“ in Rodgau unterwegs. 

- Der Polizeiposten ist unter s 2828-0 erreichbar. Diese Rufnummer steht allerdings nicht im Telefonbuch.

Das Land Hessen zahlt ab Januar monatlich 3 330 Euro Miete, das sind durchschnittlich 4,41 Euro pro Quadratmeter. Die Höhe der Miete ist auf zehn Jahre festgeschrieben. Danach müssen beide Seiten neu verhandeln, falls die Polizei weiter in diesem Haus bleiben will. Laut Mietvertrag kann die Polizei in Fünf-Jahre-Schritten auf bis zu 30 Jahre verlängern. Mehr erlaube das Bürgerliche Gesetzbuch nicht, so Bogler.

Den moderaten Mietzins begründen beide Seiten damit, dass das Land viel Geld in den Umbau stecke. Die hohen Umbaukosten sind aus Sicht der Stadt ein Indiz dafür, dass der Polizeiposten auf viele Jahre hinaus in diesem Gebäude bleiben will. Bürgermeister Jürgen Hoffmann betont, „dass wir damit langfristig den Bestand der Polizei in Rodgau sichern“. Die Polizei sei in Rodgau sehr präsent, unterstreicht auch Polizeipräsident Roland Ullmann (Offenbach). Die alte Diskussion „Polizeiposten oder Polizeistation“ will Hoffmann nicht aufwärmen: „Wichtig ist, dass es funktioniert.“ eh

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Quelle: op-online.de

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