Konzert des AGV Volkschores

Umjubelter Schlussakkord

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Der gemischte Chor und die Solisten nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise.

Dudenhofen - Für großartige Unterhaltung, gute Laune und etwas Wehmut sorgte das letzte Konzert des AGV Volkschores unter der musikalischen Leitung von Fritz Klein.

Das Galakonzert im Bürgerhaus war die zweite Veranstaltung des erfahrenen Dirigenten und Chorleiters auf seiner kleinen Abschiedstournee durch die Städte, in denen er das harmonische Zusammenspiel der Stimmen dirigiert.

Als Gemeinschaftschor standen neben den Sängerinnen und Sängern des Volkschores auf die Mitglieder der Gesangsabteilung des KSV Urberach und des Männerquartetts aus Groß-Auheim auf der Bühne. Unter der Gesamtleitung des Musikdirektors Fritz Klein nahm er mit dem gemischten Chor und den beiden Solisten die Besucher im Bürgerhaus mit auf eine musikalische Reise zu Volksweisen, Evergreens und Musicalhits aus der ganzen Welt.

Bezaubernd kräftig, sinnlich und glasklar erklang die Stimme der Sopranistin Marianne Wycisk, die im vergangenen Jahr bei der Einweihung des neuen Stadions am Bieberer Berg vor 15000 Zuschauern gesungen hatte. Zusammen mit dem Tenor Wolfgang Häfner, der Mitglied im Musikausschuss des Hessischen Chorverbandes ist, bereicherte sie das Programm.

Schwungvoller Auftritt

Nach dem schwungvollen Auftritt mit der gesungenen Begrüßung der Gäste durch den gemeinsamen Chor mit der Titelmelodie aus der Fernsehserie „Väter der Klamotte“ ging es weiter „Wunderbar“ aus dem Musical „Kiss me Kate“.

Das Publikum spendete den Aktiven auf der Bühne lang anhaltenden Applaus.

Durch den Abend führte mit humorvollen und interessanten Moderationen Andreas Etz aus dem Vorstand des Männerquartetts. Von den Liedern aus der Heimat ging es weiter in den Süden Europas. Tenor Häfner glänzte bei der italienischen Weise „Non ti scorad di me“, was zu Deutsch „Vergiss mein nicht“ bedeutet, gefolgt von der „Spanischen Serenade“ des Chors. Das nächste Stück „Spanisch Eyes“, gesungen von Sopranistin Wycisk, war ursprünglich eine Instrumentalversion und hieß „Mond über Neapel“. Am Klavier begleitete den ganzen Abend Chordirektor Hans Kaspar Scharf die Stücke. Nach dem mexikanischen „La Cucaracha“ und der Pause ging es in den Vereinigten Staaten im Bundesstaat Oklahoma mit einem Titel des gleichnamigen Musical weiter, bevor das Genre wechselte.

Der Titel „Perhaps Love“ stammt aus der Feder des amerikanischen Country- und Folksängers John Denver, der auch Lieder wie „Take me home, country roads“ und „Rocky Mountain High“ schrieb. Gleich drei Stücke wurden aus dem Repertoire von Udo Jürgens gespielt. Der Grand Prix-Gewinner von 1966 wurde in Österreich ursprünglich als Udo Jürgen Bockelmann geboren. „Griechischer Wein“, „Ein ehrenwertes Haus“ und „Ich war noch niemals in New York“ erklang aus den Kehlen der 70 Sängerinnen und Sänger. Aus dem Musical „My Fair Lady“, das 1956 in New York uraufgeführt wurde, präsentierten die beiden Solisten in den Rollen von Eliza Doolittle und ihrem Vater zwei Stücke. Bei „Ich hätt getanzt heut Nacht“ wirbelte sie im farbenfrohen Kleid über die Bühne.

„Danke Papa!“

Konzentriert dirigierender Maestro: Fritz Klein

Im Original geht die Szene voran, deren Satz bekannt geworden ist: „Es grünt so grün wenn Spanischen Blüten blühen“. „Danke Papa!“, rang der Vorsitzende Gerald Klein um Worte, als er am Ende des Konzertes seinem Vater Fritz Klein auf der Bühne seine Anerkennung aussprach. 65 Jahre aktiv im Verein tätig, seit 1999 Leiter der Chores, 23 Jahre lang Vorsitzender gewesen, seit 1991 Ehrenvorsitzender und dabei gerade einmal 80 Jahre alt.

„Eine Ära geht zu Ende“, bedauerte nicht nur er, dass Fritz Klein zum letzten Mal auf dem Podest vor den Sängern stand und mit seinen Händen für einen guten Ton sorgte. „Wir haben viel gelernt und viel gelacht“, blickte er zurück und fand auch wieder die Luft zu einer lustigen Anekdote. „86 Prozent der Abbrüche waren Bass - das ist mal eine absolute Mehrheit.“

Vom Publikum, darunter auch Landrat Oliver Quilling, Ehrenbürger Paul Scherer und Sänger befreundeter Vereine, gab es stehende Ovationen und lang anhaltenden Applaus für den Maestro und seine Mitwirkenden.

pep

Quelle: op-online.de

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