Umzug der Polizei ist absehbar

Dudenhofen - Der Magistrat hat die Weichen für den Umzug des Polizeipostens Dudenhofen vom alten Rathaus ins ehemalige Feuerwehrhaus gestellt. Der Magistrat wird bis zum Ende dieses Jahres den Mietvertrag ausarbeiten. Von Bernhard Pelka und Ekkehard Wolf 

Schon am 25. Oktober werden Polizeipräsident Roland Ullmann und Vertreter des Hessischen Immobilienmanagements während der Magistratspressekonferenz die künftige Nutzung der Räume vorstellen. Das kündigte Stadtrat Michael Schüßler (FDP) an. Während des Termins werde eine Absichtserklärung betreffend des neuen Mietverhältnisses unterzeichnet.

Auch die Nutzung des alten Rathauses nach dem Umzug der Polizei nimmt Schüßler zufolge Formen an. Er könne sich vorstellen, dass die Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) Dudenhofen das Gebäude zu ähnlichen Konditionen beziehen könnte wie die IGEMO-Kollegen in Hainhausen. Diese beteiligen sich im dortigen alten Rathaus in den kommenden Jahren stufenweise an den Gebäude- und Instandhaltungskosten.

Diskussion über die künftige Nutzung der Räume

Mit der Zusage aus Wiesbaden und der Entscheidung des Magistrats endet eine lange Phase der Ungewissheit. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte das Polizeipräsidium Südosthessen sein Interesse an einem Umzug geäußert. „Ich möchte das in vier Wochen abgearbeitet haben“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) damals. Seither musste er sich mehrmals vertrösten lassen, da das Immobilienmanagement des Landes sich noch nicht entschieden hatte.

Der Umzug der Freiwilligen Feuerwehr ins neue Feuerwehrhaus Rodgau-Süd hatte schon früh Begehrlichkeiten geweckt. Anfang 2010 diskutierte der Ortsbeirat Dudenhofen erstmals über die künftige Nutzung.

Neben der Polizei hofften auch die Stadtwerke auf Arbeitsplätze in modernen Räumen. Das Rote Kreuz wies auf seine desolaten Räume im alten Doktorhaus hin und forderte eine Garage für ein Katastrophenschutz-Fahrzeug. Örtliche Vereine traten mit dem Wunsch nach Übungs- und Versammlungsräumen an den damaligen Ortsvorsteher Karl-Heinz Kühnle (CDU) heran. Die Kulturinitiative „Maximal“ sah sogar die Chance auf ein Kulturzentrum mit Konzerten in der Fahrzeughalle.

„Haus der Vereine“

Nach Gesprächen mit Vertretern des Magistrats hatte die IGEMO Dudenhofen im Frühjahr erklärt, sie wolle das alte Rathaus künftig als „Haus der Vereine“ nutzen. Vorsitzender Wolfgang Linke bezeichnete das in Hainhausen praktizierte Modell als fair. Die Vereine können demnach das Haus mietfrei nutzen, müssen allerdings nach und nach die Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser und Müllabfuhr tragen. Die IGEMO übernimmt alle Aufgaben eines Mieters vom Gassekehren bis zur Schönheitsreparatur. Dafür hat sie die Schlüsselgewalt. Im ersten Jahr muss die IGEMO nichts bezahlen, danach steigt ihr Anteil jährlich um 20 Prozentpunkte. Die Interessengemeinschaft hat 34 Vereine und zwei Kirchengemeinden als Mitglieder.

Bleiben Schiedsmann und Ortsgericht im alten Rathaus? Falls ja, dürfte sich eine Lösung wie in Hainhausen ergeben. Dort muss die Stadt anteilige Betriebskosten an die IGEMO bezahlen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Viktor Mildenberger

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