Umzug der Zentrale nie angeboten

Rodgau - Bei der Diskussion um den eventuellen Umzug der Ärztlichen Notdienstzentrale von Dudenhofen nach Seligenstadt räumt Landrat Oliver Quilling mit einem Missverständnis auf.

Der Kreis habe - entgegen anderslautender Darstellungen - niemals einen Umzug der Rodgauer Notdienstzentrale nach Seligenstadt angeboten. „Damit haben wir rein gar nichts zu tun. Das wäre allein Sache der Kassenärztlichen Vereinigung“, stellt Quilling klar. Der Kreis habe ein solches Umzugsangebot folglich zu keinem Zeitpunkt unterbreitet.

Für ihn hat die Falschmeldung ihre Ursache in einer banalen Verwechselung. „Die Rettungsfahrzeuge, also der Rettungsdienst des Kreises Offenbach, sind zurzeit in Garagen auf der Raststätte Weiskirchen stationiert. Hier ist tatsächlich an einen Umzug nach Seligenstadt-Froschhausen ins Gewerbegebiet gedacht. Wahrscheinlich liegt einfach eine Verwechselung mit der Ärztlichen Notdienstzentrale vor“, vermutet der Landrat.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) favorisiert eine Eingliederung der Rodgauer Zentrale in den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) Seligenstadt. Die KV geht nicht von einem Fortbestand der ÄBD-Zentrale in Rodgau aus, da die benachbarten Zentralen in Dietzenbach, Seligenstadt und Groß-Umstadt ihrer Meinung nach ausreichen, um die Versorgung von Patienten außerhalb der Praxiszeiten „adäquat sicher zu stellen“, sagt Sprecherin Petra Bendrich. 

bp

Quelle: op-online.de

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