Unternehmen im Gewerbegebiet Jügesheim bieten Einblick

Gläserne Betriebe an zwei Tagen

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Sie sind beim „Open-Industry-Festival“ dabei, von links nach rechts: Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Markus Ebel-Waldmann (Stadtwerke / EVR), Konstantin Steiniger (Mewa), Axel Schmidt-Hermes (Mewa), Rainer Assion (Assion/Elements), Stephan Kegelmann (Kegelmann Technik), Roland Pasedag (RP-Technik / Ropag), Stefan Hammel (Harema) und Frank Büttner (Car Wash Waschparks).

Jügesheim - Seltene Einblicke in die Arbeitswelt bieten acht Unternehmen im Gewerbegebiet Jügesheim. Für 31. August und 1. September planen sie erstmals ein Wochenende der offenen Betriebe.

Die Besucher können dort beispielsweise zuschauen, wie ein 3-D-Drucker aus Metallpulver ein kompliziertes Auto-Bauteil herstellt. Zu den Initiatoren zählen namhafte Unternehmen, die europa- oder weltweit tätig sind. Sie wollen sich nicht nur den Bürgern vor Ort präsentieren, sondern auch um Nachwuchstalente und Fachkräfte werben. Ihr geplantes „Open Industry Festival“ will nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Die städtische Wirtschaftsförderung unterstützt die Initiatoren, übernimmt aber keine tragende Rolle: „Es sind die Unternehmer, die das wollen. Es ist keine Veranstaltung der Stadt“, betont Bardo Neuhäusel von der Stadtverwaltung.

Mit dabei sind Kegelmann Technik, RP-Technik und Ropag, Mewa Textil-Management, Harema, Assion Haustechnik und Elements, Car Wash Waschparks sowie die Stadtwerke und ihre Tochter EVR. Die beteiligten Unternehmen haben zusammen an die 900 Mitarbeiter.

Der Fachkräftemangel habe noch kein kritisches Ausmaß erreicht, sagt Roland Pasedag von der RP-Gruppe. Es sei nach wie vor möglich, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, aber „es ist deutlich schwieriger als vor drei, vier Jahren“. Mit Blick in die Zukunft gelte es jetzt zu handeln. Die RP-Technik-GmbH habe unter anderem eine Abteilung für Forschung und Entwicklung mit 15 Mitarbeitern. Für die Mewa Textil-Service AG & Co. ist die Personalfrage dringlicher. „Es ist sehr schwer geworden, wir finden fast keine Fachkräfte mehr“, sagt Betriebsassistent Tim Flottmann. Einzelne Stellen in der Produktion seien seit zwei Jahren ausgeschrieben und noch nicht besetzt.

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Eine Einstiegsmöglichkeit in den Beruf bieten Praktika für Schüler und Studenten. Auch in Jügesheim bieten viele Unternehmen solche Praktikumsplätze an. Nicht jeder gute Praktikant sei auch an einer betrieblichen Ausbildung interessiert, weiß Johanna Krimm, die bei der Kegelmann Technik GmbH für Marketing und PR zuständig ist. Ein Problem sieht sie darin, dass viele Abiturienten studieren wollen: „Wir versuchen zu zeigen, dass man nicht unbedingt studiert haben muss.“

Dafür sei das „Open Industry Festival“ eine gute Gelegenheit, sagt Markus Ebel-Waldmann, der neue Betriebsleiter der Stadtwerke Rodgau: Das Wochenende der offenen Tür solle „aufzeigen, dass es nicht nur sehr attraktive Unternehmen gibt, sondern auch attraktive Jobs vor der Haustür“.

Die Veranstaltung sei auch „ein schöner Impuls, um Rodgau zu promoten“, meint Stefan Hammel, Geschäftsführer des Reinigungsmittel-Spezialisten Harema: „Wir versuchen an diesem Tag möglichst viele Kunden nach Rodgau zu bekommen.“ Die beteiligten Unternehmer wollten auch die Einwohner Rodgaus ins Gewerbegebiet locken – zufällig fahre dort wohl niemand durch.

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Viele Unternehmen hätten sich positiv entwickelt, betont Bürgermeister Jürgen Hoffmann: „Es ist auch mal Zeit, das selbstbewusst nach außen zu tragen.“ Roland Pasedag betont, „dass wir auch in den nächsten Jahren gesund wachsen wollen“. Die Präsentation am 31. August und 1. September solle keine einmalige Angelegenheit sein. Falls die Veranstaltung ein Erfolg werde, wolle man sie jährlich wiederholen. Die Initiatoren seien offen für andere Unternehmen, auch aus anderen Stadtteilen. (eh)

Quelle: op-online.de

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