Landrat Michael Cyriax: „Vertrauen ist massiv erschüttert“

Hofheim/Rodgau (bp/dpa) - Wegen des Verdachts der Untreue ist im Main-Taunus-Kreis der bisherige Geschäftsführer der zum Kreis gehörenden Verkehrsgesellschaft abberufen worden. Das Vertrauen in ihn sei „massiv erschüttert“, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Michael Cyriax (CDU), gestern in Hofheim mit.

Der Chef der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (MTV) soll über ein Unternehmen in Rödermark Aufträge an eine Beratungsfirma in Rodgau weitergegeben haben, die ihm selbst gehören soll. Weitere Details wollte Cyriax wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Doris Möller-Scheu, Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, die Auftragssumme habe 1,7 Millionen Euro betragen. Davon soll ein erheblicher Teil an den Geschäftsführer geflossen sein. Die Ermittlungen seien vollkommen offen. Ob tatsächlich Untreue vorliege, müsse nun geklärt werden. Aufgefallen waren die Ungereimtheiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge bei einer Finanzamtsprüfung in der Rodgauer Firma.

Die MTV organisiert den Busverkehr im Main-Taunus-Kreis. Ihr Angebot umfasst 26 lokale Buslinien, außerdem Anruf-Sammel-Taxis. Die MTV koordiniert zudem das Angebot mit dem Schienenverkehr des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und mit den Buslinien der Kommunen.

Quelle: op-online.de

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